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Oper at Eszterháza.
Opera at Eszterháza
Miah Persson, Bernard Richter, Haydn Sinfonietta Wien, Manfred Huss
BIS 1811
Haydn hat immer Saison, und zu Entdecken gibt es auch nach dem Haydn-Jahr
2009 immer noch genug. Das belegt vorliegende CD aus dem Hause BIS Records.
Anders als so manch schwedisches Möbelhaus legt man hier Wert auf Qualität
und Einzigartigkeit. Das wissen auch Manfred Huss und seine Haydn
Sinfonietta Wien. Bereits vier CDs zum Thema Joseph Haydn sind in den
vergangenen Jahren erschienen, mit Nummer Fünf "Opera at Eszterháza" wendet
man sich nun einer bis dato weitgehend unbekannten Seite des ohnehin nur
zaghaft entdeckten Opernkomponisten Haydn zu. Mehr als zwanzig Opern und
Dutzende Arien verfasste Haydn zwischen 1762 und 1791. Heute weitgehend
unbekannt sind seine über 60 Arien, die er als Ergänzungen eigener und
fremder Opern für Sängerinnen und Sänger schrieb. Zehn dieser Einlagearien
zeigen die Vielfalt menschlicher Regungen mit der Haydn das Eszterháza'sche
Opernleben bereicherte.
Pure Verzweiflung, endlose Traurigkeit und ausgelassene Heiterkeit, Haydn
blieb in der Arbeit an den Arien immer dem Charakter der jeweiligen Opern
von Cimarosa, Salieri oder Gassmann bis in die motivische Arbeit hinein
treu, schneiderte aber gleichzeitig die Gesangslinien seinen Sängerinnen und
Sängern auf den stimmlichen Leib, hier in erster Linie verkörpert von
Sopranistin Miah Persson und Tenor Bernard Richter. Beide können in der
Vielfalt der dargestellten Figuren durch ihre stimmliche Wandelbarkeit
glänzen. Subtil steuert Manfred Huss den Fluss der Emotionen vom Pult der
Haydn Sinfonietta Wien aus, formt zarte Klänge und entfacht ungezügelte
Leidenschaft. Abgerundet wird dieses Mosaik unterschiedlichster Arien durch
drei Nummern aus dem Opern-Pasticcio "La Circe“ aus dem Juli 1789. Alles in
Allem ein zauberhafter Einblick in das Opernleben in Eszterháza. (sr)
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