Freitag, 3. September 2010
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  •   Oper at Eszterháza.

    Opera at Eszterháza
    Miah Persson, Bernard Richter, Haydn Sinfonietta Wien, Manfred Huss

    BIS 1811


    Haydn hat immer Saison, und zu Entdecken gibt es auch nach dem Haydn-Jahr 2009 immer noch genug. Das belegt vorliegende CD aus dem Hause BIS Records. Anders als so manch schwedisches Möbelhaus legt man hier Wert auf Qualität und Einzigartigkeit. Das wissen auch Manfred Huss und seine Haydn Sinfonietta Wien. Bereits vier CDs zum Thema Joseph Haydn sind in den vergangenen Jahren erschienen, mit Nummer Fünf "Opera at Eszterháza" wendet man sich nun einer bis dato weitgehend unbekannten Seite des ohnehin nur zaghaft entdeckten Opernkomponisten Haydn zu. Mehr als zwanzig Opern und Dutzende Arien verfasste Haydn zwischen 1762 und 1791. Heute weitgehend unbekannt sind seine über 60 Arien, die er als Ergänzungen eigener und fremder Opern für Sängerinnen und Sänger schrieb. Zehn dieser Einlagearien zeigen die Vielfalt menschlicher Regungen mit der Haydn das Eszterháza'sche Opernleben bereicherte.

    Pure Verzweiflung, endlose Traurigkeit und ausgelassene Heiterkeit, Haydn blieb in der Arbeit an den Arien immer dem Charakter der jeweiligen Opern von Cimarosa, Salieri oder Gassmann bis in die motivische Arbeit hinein treu, schneiderte aber gleichzeitig die Gesangslinien seinen Sängerinnen und Sängern auf den stimmlichen Leib, hier in erster Linie verkörpert von Sopranistin Miah Persson und Tenor Bernard Richter. Beide können in der Vielfalt der dargestellten Figuren durch ihre stimmliche Wandelbarkeit glänzen. Subtil steuert Manfred Huss den Fluss der Emotionen vom Pult der Haydn Sinfonietta Wien aus, formt zarte Klänge und entfacht ungezügelte Leidenschaft. Abgerundet wird dieses Mosaik unterschiedlichster Arien durch drei Nummern aus dem Opern-Pasticcio "La Circe“ aus dem Juli 1789. Alles in Allem ein zauberhafter Einblick in das Opernleben in Eszterháza. (sr)


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