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  •   Meira Farkas spielt Schubert.

    Schubert: Klaviersonaten
    Meira Farkas


    Gramola 9003643989290

    Die Pianistin Meira Farkas stammt aus Rumänien. Ihre Familie emigrierte in den 60ern nach Israel. In Tel Aviv hat sie Klavier und Kammermusik studiert, bevor sie u.a. an die New Yorker Juilliard School kam. Wien wurde Meira Farkas zweite Heimat, hier hat sie u.a. ihren Meisterschüler Till Fellner unterrichtet. Meira Farkas‘ Lebensziel ist es, alle Klavier-Werke ihres Lieblingskomponisten Franz Schubert aufzunehmen. Dem kommt sie mit ihrer neuen, soeben bei Gramola erschienenen Doppel-CD ein weiteres Stück näher.

    Entschlossen, aber ganz ohne die Härte, die so manch anderer Pianist in diesen Anfang von Franz Schuberts Wandererfantasie legt, eröffnet Meira Farkas ihre Doppel-CD. Sie weiß genau, was sie will, und kann kraftvoll spielen, ohne jemals grob zu werden. Geschmeidig wie ein Fisch im Wasser bewegt sich Meira Farkas durch Schuberts Musik.

    Beseelt wirkt nicht nicht nur das Allegro patetico aus Franz Schuberts Sonate in E-Dur. Meira Farkas bringt durchaus die Aufgewühltheit Schuberts zum Ausddruck – aber sie weiß immer Maß zu halten, hat es nicht nötig, zu übertreiben. Unmerkliche Stimmungswechsel sind eine ihrer großen Stärken, wie zu Beginn der e-Moll Sonate.

    Liebevoll geht Meira Farkas mit Schuberts Musik um, das ist jeder einzelnen Note zu entnehmen. Mit feinem Gespür für graduelle Unterschiede zwischen empört, frech, aufmüpfig, beschwingt, heiter, hinnehmend, resignierend färbt sie Schuberts Melancholie auf wunderbar gelassene Art. Besonders schön: das Andante aus der C-Dur Sonate, der sogenannten “Reliquie”. (mvh)

    • Samstag, 26. November 2011, 07.35 Uhr und 17.15 Uhr.