Web-Radio: Anklicken und hören!
Webradio für Zuhause
Freitag, 28. November 2014
© Theater an der Wien

© Schelhammer & Schattera




CD der Woche-Archiv


© Erato

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Händels Messias.

    Händel: Messiah
    Interpret(en): Le Concert d'Astrée, Ch?ur et Orchestre, Emmanuelle Haïm
    Label: Erato
    EAN: 0825646240555
     

    Mit hochkultivierter britischer Eleganz bei gleichzeitig größtmöglicher Natürlichkeit singt der Tenor Andrew Staples. Der erste Eindruck der Solisten, die Emmanuelle Haïm für ihre Aufnahme des Messias von Georg Friedrich Händel engagiert hat, bestätigt sich bei jedem, der hinzukommt. Dazu gehört auch der Countertenor Tim Mead.

    Weich verströmt sich das Timbre des jungen Countertenors in wunderbaren Linien. Christopher Purves‘ kraftvoller, reifer Bass beeindruckt  am allermeisten im leisesten Moment, wenn es um das Geheimnis der Auferstehung geht.

    Schlank und wendig jubiliert der Sopran von Lucy Crowe zur Geburt Christi und zeichnet so eine anmutige Vorstellung von der Hoffnung auf himmlisch-friedliche Zeiten.

    Transparent, klar und fein differenziert führt Emmanuelle Haïm ihr Ensemble Le Concert d’Astrée. Auch der Chor besteht aus britischen Sängerinnen und Sängern, die mit Händels kunstvoller, strahlend schöner Musik bestens vertraut sind. Eine rundum beglückende Aufnahme! (mvh)

    • Samstag, 22. November 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 23. November 2014, 09.35 Uhr.


    © Sony Classical

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Rameau: The Sound of Light.

    Rameau: The Sound of Light
    Interpret(en): Nadine Koutcher, Alexei Svetov, Musicaeterna, Teodor Currentzis
    Label: Sony
    EAN: 0888430825727

    Für seine zupackende, wilde Art ist Teodor Currentzis ebenso bekannt wie für sein exzentrisches Wesen und seine eigenwillige Arbeitsweise. Deshalb hat es den Griechen nach Sibirien verschlagen – und alle, die mit ihm Aufnehmen wollen gleich mit: die Musiker des Ensemble MusicAeterna wie auch die Solisten seiner Projekte – und die Techniker.

    Rund 1200 km nordöstlich von Moskau liegt die Millionenstadt Perm. Dort an der Oper kann Teodor Currentzis bis tief in die Nacht hinein proben, bis alles haargenau so ist, wie er es will. Sein Ensemble MusicAeterna besteht aus jungen Spitzenmusikern, die sein Musikverständnis und seine Leidenschaft teilen.

    Eine herrliche Pianokultur hat die Sopranistin Nadine Koutcher zu bieten. Die zarten Stellen sind bei Currentzis ganz besonders zart, damit der Kontrast noch schärfer wird, wenn er extreme Akzente setzt. Mut zur Hässlichkeit braucht hingegen die Partie der Narrheit aus Platée.

    Ouvertüren, Stürme, Präludien, Tänze und Arien - 18 ganz unterschiedliche Momente aus zehn Werken von Jean-Philippe Rameau präsentiert Teodor Currentzis unter dem Motto „Der Klang des Lichts“. Eine Einladung zum Kennenlernen, die man nicht ausschlagen sollte. (mvh)

    • Samstag, 15. November 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 16. November 2014, 09.35 Uhr.


    © Gramola

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Gregorio Allegri: Miserere.

    Gregorio Allegri: Miserere
    Interpret(en): Michael Krenn, Chorus sine nomine, Johannes Hiemetsberger
    Label: Gramola
    EAN: 9003643990272

    Die Otto Wagner Kirche am Steinhof ist von vielen Stellen Wiens aus gut an ihrer imposanten goldenen Kuppel zu erkennen. Hier hat der Chorus sine nomine im Mai diesen Jahres eine besondere CD aufgenommen: das Miserere von Gregorio Allegri in einem Arrangement für Saxophon und drei Chöre a cappella.

    Das Miserere von Gregorio Allegri ist eine Vertonung des 51. Psalms und galt lange als Höhepunkt der Karwoche in der Sixtinischen Kapelle. In der Tenebrae-Liturgie wurden nacheinander 27 Kerzen gelöscht, bis nur noch eine brannte. Dann betete der Papst vor dem Altar kniend, während das Miserere erklang.

    Bis 1770 existierten nur drei Kopien der Komposition, denn das Kopieren war unter Androhung der Exkommunikation verboten. Doch die Wirkung des Werks entstand durch die improvisatorische Gestaltung der Oberstimme, diese Verzierungskunst wurde mündlich überliefert. Den Freiraum nützt in dieser Aufnahme auch der Saxophonist Michael Krenn.

    Die Idee zu einem Arrangement für Saxophon und drei Chöre a cappella stammt von Vladimir Ivanoff. Der Musiker und Musikwissenschaftler ist als Leiter des Ensemble Sarband bekannt für seine Vermittlung zwischen vergangenen Kulturen und der Gegenwart. Beeindruckend, wie die Stimmen und das Saxophon punktuell miteinander verschmelzen.

    Der junge Saxophonist Michael Krenn, die Gesangssolisten Martina Daxböck und Barbara Schandl (Sopran), Maximilian Riebl (Altus) und Malte Puls (Bass) sowie der Chorus sine nomine unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger haben eine vorzüglich intonierte, zeitlos und stimmungsvoll wirkende Interpretation des Miserere von Gregorio Allegri aufgenommen. (mvh)

    • Samstag, 8. November 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 9. November 2014, 09.35 Uhr.


    © naive

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Mozart Requiem.

    Mozart Requiem
    Interpret(en): Accentus, Insula Orchestra, Laurence Equilbey
    Label: naïve
    EAN: 0822186053706
    Suche bei Gramola
     

    Auch heute noch gibt es nur sehr wenige international bekannte Dirigentinnen – Laurence Equilbey ist eine davon. Studiert hat die 52- jährige Französin bei den großen Dirigiermeistern: Nikolaus Harnoncourt, Eric Ericson und Jorma Panula. Vor 23 Jahren hat sie den Kammerchor Accentus gegründet, der im Mozart-Requiem eindrucksvoll sein Können beweist.

    Vor zwei Jahren folgte die Gründung des Insula Orchestra. Der Name des Orchesters, Insula, bedeutet in diesem Fall Inselrinde, also der Teil des Gehirns, wo vermutlich die emotionale Wahrnehmung zu lokalisieren ist, die zu Bewusstsein führt. Auf Originalinstrumenten widmen sich die jungen Musiker Werken der Klassik und Romantik. Das Mozart-Requiem ist die Debüt-CD des Insula Orchestra.

    Frisch klingt das Insula Orchestra, wohl akzentuiert und fein ausbalanciert. Laurence Equilbey phrasiert elegant und sorgt für ein lebendiges, harmonisches Ganzes ohne Extreme. Dazu gehören natürlich auch die exzellenten Solisten: Sandrine Piau, Sopran, Sara Mingardo, Alt, Werner Güra, Tenor sowie Christopher Purves, Bass-Bariton.

    Das Requiem in d-Moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart gehört zweifellos zu den zeitlosen Juwelen der Musikgeschichte, die man wieder und wieder hören kann. Wer eine aktuelle, stimmige Aufnahme sucht, dem sei diese hier empfohlen. (mvh)

    • Samstag, 1. November 2014, 09.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 2. November 2014, 09.35 Uhr.


    © Sony Classical

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Lang Lang, Harnoncourt und Mozart.

    The Mozart Album
    Interpret(en): Lang Lang, Wiener Philharmoniker, Nikolaus Harnoncourt
    Label: Sony Classical
    EAN: 0888430825222
     
    Natürlich fällt sofort das Tempo auf – Nikolaus Harnoncourt geht den ersten Satz des c-Moll Konzerts K 491 deutlich langsamer an als alle anderen. Eine düster dräuende Atmosphäre muss sich hier erst wie Nebelschwaden ein wenig lichten, bevor die Wiener Philharmoniker an Fahrt aufnehmen, ihr Spiel an Strahlkraft gewinnt und schließlich das Klavier einsetzt.

    Erstmals hat Lang Lang Konzerte von Wolfgang Amadeus Mozart aufgenommen. Neben dem c-Moll Konzert wurde auch das G-Dur Konzert K 453 sozusagen bei den Wiener Philharmonikern “zuhause“, also im Musikverein eingespielt – im April 2014.

    Die Solosonaten auf der zweiten CD entstanden als Mitschnitt eines Konzerts in der Londoner Royal Albert Hall 2013. Lang Langs Verbindung zu Mozarts Sonaten reicht weit zurück, KV 330 gab dem Neunjährigen in einer ersten existenziellen Krise wieder Hoffnung. Leider ist diese Sonate nicht unter den aufgenommenen K 282, 283 und 310.

    Für seine Verdienste um die historische Aufführungspraxis wird in diesen Tagen Nikolaus Harnoncourt mit dem ECHO Klassik für sein Lebenswerk geehrt. Dass der fast 85-Jährige mit den Wiener Philharmonikern und Lang Lang Klavierkonzerte von Mozart aufgenommen hat, zeugt von gegenseitiger Offenheit und Neugier. (mvh)

    • Samstag, 25. Oktober 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 26. Oktober 2014, 09.35 Uhr.


    © harmonia mundi

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Maurice Steger spielt Vivaldi.

    Vivaldi: Concerti per flauto
    Interpret(en): Maurice Steger, I Barocchisti, Diego Fasolis
    Label: HMC
    EAN: 3149020219027

    Hochvirtuos geht es in Antonio Vivaldis Konzerten zu, von denen RV 443 in G-Dur das berühmteste ist: Arpeggien, Tonleiterpassagen, Intervallsprünge und Triller in rasender Geschwindigkeit geben dem Solisten die Möglichkeit, sein Können zu zeigen. Doch nicht nur Technik ist wichtig, vor allem geht es um Phrasierung und Ausdruck, wie der wunderbar melodiöse zweite Satz zeigt.

    Sechs Konzerte für die Blockflötenfamilie hat Maurice Steger ausgewählt und um ein original für Violine komponiertes, spätes Konzert ergänzt, um die stilistische Entwicklung der Musik Vivaldis zu zeigen. Hochinteressant, wie Maurice Steger verziert, spannend, wie er artikuliert.

    In Mantua, wo Vivaldi auch die Vier Jahreszeiten komponiert hat, entstand um 1720 das La Pastorella genannte Konzert mit Anklängen an die Volksmusik. La notte beschreibt vage ein nächtliches Drama und Il Gardellino imitiert kunstvoll Vogelstimmen.

    Maurice Steger hätte keine besseren Mitspieler für seine neue Vivaldi-CD finden können als die wie immer fantastisch sinnlich und mitreißend musizierenden I Barocchisti unter Diego Fasolis. Ein Schweizer Dream-Team. (mvh)

    • Samstag, 18. Oktober 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 19. Oktober 2014, 09.35 Uhr.


    © Decca

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   St. Petersburg.

    St. Petersburg
    Interpret(en): Cecilia Bartoli, I Barocchisti, Diego Fasolis
    Label: Decca
    EAN: 0028947867678
     

    „Vado a morir“ – sterbend singt Minerva in Francesco Domenico Araias Oper La forza dell’amore e dell’odio. 1734 in Mailand uraufgeführt wurde diese Oper zwei Jahre später als erste Oper in Russland gegeben und erstmals ein Libretto auf Russisch gedruckt, wenngleich auf Italienisch gesungen wurde. Auch der bezaubernde Dialog mit einer Oboe stammt von Araia.

    Bis 1750 wurden am russischen Hof nahezu ausschließlich Opern des Neapolitaners Francesco Araia gespielt, der von Zarin Anna Iwanowna zum ersten russischen Hofkomponisten ernannt worden war. Noch zur Zeit Peters des Großen existierte in Russland praktisch kein Musikleben, erst Anna lud Musiker aus dem Ausland ein und gründete die erste Musikakademie Russlands.

    Annas Nachfolgerin Elisabeth ernannte 1759 den aus Stralsund stammenden Cembalisten Hermann Friedrich Raupach zum Hofkomponisten. Er ist neben Araia die große Entdeckung dieser CD. Erstmals singt Cecilia Bartoli Arien auf Russisch aus Raupachs Oper Altsesta von 1758.

    Elf Weltersteinspielungen aus der Bibliothek des Mariinsky Theaters hat die unverwechselbare Cecilia Bartoli mit dem wie immer wunderbar spielenden Ensemble I Barocchisti unter Diego Fasolis aufgenommen – prachtvolle und berührende Arien, ergänzt durch den Coro della Radiotelevisione svizzera. (mvh)

    • Samstag, 11. Oktober 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 12. Oktober 2014, 09.35 Uhr.

     


    © Avie Records

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Courts of Heaven.

    Courts of Heaven
    Interpret(en): The Choir of Christ Church Cathedral Oxford, Stephen Darlington
    Label: Avie
    EAN: 0822252231427
     

    Seit fast 500 Jahren pflegt der Chor der Christ Church Cathedral Oxford Vokalkunst in gleichbleibender Besetzungsstärke: 16 Knaben und 12 Männer singen aktuell unter der kenntnisreichen Leitung von Stephen Darlington.

    Besonders verbunden fühlt sich der Chor der Christ Church Cathedral Oxford mit der Vokalpolyphonie, wie sie im Eton Choirbook zu Beginn des 16. Jahrhunderts veröffentlicht wurde. Diese Sammlung enthält prachtvoll gestaltete liturgische Gesänge des Eton College aus dem späten 15. Jahrhundert.

    Ursprünglich enthielt das Eton Choirbook 93 Kompositionen. Mehr als die Hälfte davon sind verloren gegangen oder unvollständig erhalten. Wenig ist über die Komponisten bekannt. Immerhin weiß man ihre Namen: John Hampton, Edmund Turges, Richard Fawkyner, John Browne und Robert Wylkynson.

    Das Eton College war Mariä Himmelfahrt geweiht und alle fünf auf dieser CD versammelten Vokalwerke sind marianische Antiphone. Kunstvoll ineinander geflochten und strahlend klar erklingen die Stimmen des Chors der Christ Church Cathedral Oxford – einfach himmlisch! (mvh)

    • Samstag, 4. Oktober 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 5. Oktober 2014, 09.35 Uhr.


    © Decca

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Nelson Freire spielt Beethovens letzte Klavierwerke.

    Beethoven
    Interpret(en): Nelson Freire, Gewandhausorchester, Riccardo Chailly
    Label: Decca
    EAN: 0028947867715
     

    Beethoven macht glücklich. Ganz besonders, wenn Nelson Freire am Flügel sitzt: zärtlicher und berührender kann man diese Juwelen, die das Fünfte Klavierkonzert für den Pianisten bereithält, nicht zum Glänzen bringen, als der Brasilianer mit seinem einmalig weichen Anschlag.

    Mit den Worten „Nimm den echten Beethoven“ hatte seine Lehrerin, die Liszt-Enkelschülerin Lucia Branco, dem zwölfjährigen Nelson Freire gleich zum 5. Klavierkonzert geraten. Die Tatsache, dass Beethoven zur Zeit der Komposition bereits taub war, er also alles ausschließlich in Kopf und Herzen hörte, verblüfft den Pianisten bis heute.

    Riccardo Chailly sorgt auf ebenso behutsame Weise mit dem brillanten Gewandhausorchester Leipzig für eine ungeheuer fein ausbalancierte Einspielung. Ein souveräner Auftakt zum gemeinsamen Konzertzyklus, den Nelson Freire mit Beethovens letzter Sonate op. 111 kombiniert.

    Spätestens an dieser Stelle muss erwähnt werden, dass der fast 70-Jährige Nelson Freire über eine stupende Technik und ein herrliches Temperament verfügt. Denn nur mit diesen Gegenkräften wird aus dem Zarten echte musikalische Magie. (mvh)

    • Samstag, 27. September 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 28. September 2014, 09.35 Uhr.


    © Audax Records

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   The Dresden Album.

    The Dresden Album
    Interpret(en): Ensemble Diderot
    Label: Audax Records
    EAN: 3770004137015
     

    Der 1980 in Südtirol geborene Johannes Pramsohler beschäftigt sich schon länger mit Johann Georg Pisendel. Bereits seine erste CD galt den Violinkonzerten am Dresdner Hof, wo Pisendel als der wohl bedeutendste Geiger seiner Zeit an der Hofkapelle Augusts des Starken tätig war. Nun folgt für ihn komponierte Kammermusik mit dem Ensemble Diderot.

    Seit seiner Gründung vor fünf Jahren widmet sich das Ensemble Diderot auf Originalinstrumenten der Erforschung des barocken Triosonaten-Repertoires. In der ursprünglichen Besetzung mit zwei Geigen, Cello und Cembalo haben die vier jungen Musiker sechs Triosonaten u.a. von Georg Friedrich Händel, Johann Joseph Fux und František Ignác Tůma aufgenommen, darunter drei Weltersteinspielungen.

    Alle Triosonaten haben die Satzfolge langsam-schnell-langsam-schnell und auch wenn nur bei Johann Friedrich Fasch und Georg Philipp Telemann je einer der Sätze affettuoso heißt, so scheint es doch so, dass sich das Ensemble Diderot ganz besonders liebevoll in den langsamen Sätzen auszudrücken vermag.

    Man darf gespannt sein, wie die angekündigte musikalische Reise durch Europa des Ensemble Diderot nach dem gelungenen Dresden-Debüt weitergeht. Eines ist sicher: hier sind Spezialisten am Werk, deren Energie, Sorgfalt und Können begeistern. (mvh)

    • Samstag, 20. September 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 21. September 2014, 09.35 Uhr.


    © Erato

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Rio Paris.

    Rio Paris
    Interpret(en): Natalie Dessay, Agnès Jaoui, helena Noguerra, Liat Cohen
    Label: Erato
    EAN: 0825646320318
     

    Rund ein Jahr ist es her, dass Natalie Dessay ihren Rückzug von der Opernbühne angekündigt hat. Was nicht bedeutet, dass die französische Sopranistin nicht mehr singt: sie geht nur in eine andere Richtung und das am liebsten mit Freunden.

    Französische Chansons hat Natalie Dessay zuletzt zusammen mit Michel Legrand aufgenommen, nun folgt der nächste Streich: "Rio Paris“ heißt die Platte, auf der die aus Israel stammende Gitarristin Liat Cohen vier Pariser Freundinnen versammelt, um gemeinsam ihrer Liebe zur brasilianischen Musik Ausdruck zu verleihen.

    Neben der berühmten Aria aus den Bachianas Braileiras singt Natalie Dessay auch zwei bisher unveröffentlichte Lieder von Heitor Villa-Lobos auf Gedichte von Jean de La Fontaine und Victor Hugo. So vielfältig die Beziehungen zwischen Paris und Rio seit Villa-Lobos‘ Zeit sind, so schillernd sind die Persönlichkeiten der vier hier musizierenden Frauen.

    Wenn Helena Noguerra Egberto Gismontis Água e vinho singt, hört man die Vertrautheit der belgischen Sängerin, Schauspielerin und Autorin mit der Sprache – Portugiesisch ist ihre Muttersprache. Die dritte Sängerin ist Agnès Jaoui, die man bisher vor allem als Regisseurin, Schauspielerin und Autorin kannte.

    Natürlich sind auch die großen Bossa nova Meister Antônio Carlos Jobim und João Gilberto auf dieser CD vertreten. Melancholisch erzählen die Lieder von Sehnsucht und enttäuschter Liebe, während die Gitarre von Liat Cohen entspannte Unaufdringlichkeit vermittelt. (mvh)

    • Samstag, 13. September 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 14. September 2014, 09.35 Uhr.


    © Hänssler Classic

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Mozarts Violinkonzerte.

    Mozart: Violinkonzerte
    Interpret(en): Lena Neudauer, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, Bruno Weil
    Label: Hänssler Classic
    EAN: 4010276026846

    Mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern hat Lena Neudauer bereits sämtliche Werke für Violine und Orchester von Robert Schumann eingespielt. Die Aufnahme gewann den International Classical Music Award für die beste Konzerteinspielung 2011. Nun folgen in derselben Besetzung bei Hänssler Classic sämtliche Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart.

    Das zweite Violinkonzert in D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart stand ganz am Anfang von Lena Neudauers Konzertkarriere, bereits als 10-Jährige spielte sie es öffentlich mit Orchester. Mit 11 kam sie ans Salzburger Mozarteum, mit 15 gewann sie den Leopold Mozart Wettbewerb in Augsburg.

    Lena Neudauer ließ sich Zeit, um ihren eigenen Weg zu gehen. Sie studierte bei Helmut und Thomas Zehetmair sowie Christoph Poppen, spielte Schlagzeug in einer Rockband, heiratete und bekam zwei Kinder. Mit 26 wurde sie Professorin an der Hochschule für Musik Saar, jetzt ist sie 30 und reif für eine Einspielung sämtlicher Violinkonzerte Mozarts.

    Jedes der fünf Konzerte hat seinen besonderen Reiz, zusätzlich hat sie auch die alternativen Sätze Adagio in E-Dur, Rondo in B-Dur sowie das Rondo in C-Dur aufgenommen. Der schönste Mittelsatz von allen ist für Lena Neudauer in ihrem Lieblingskonzert, Mozarts drittem Konzert in G-Dur, ein heiter swingendes Adagio.

    Strahlend frisch, ganz klar und natürlich wirkt Lena Neudauers historisch informiertes Spiel. Sie artikuliert und gestaltet fein, alle Kadenzen hat sie selbst geschrieben. Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter Bruno Weil ist ein kompetenter Partner für diese wunderbare Doppel-CD. (mvh)

    • Samstag, 6. September 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 7. September 2014, 09.35 Uhr.


    © BIS

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Viktor Ullmanns Klaviergesamtwerk.

    Klaviergesamtwerk
    Interpret(en): Christophe Sirodeau
    Label: BIS
    EAN: 7318590021163
     

    Die Kammeroper Der Kaiser von Atlantis ist Viktor Ullmanns wohl berühmtestes Werk. Daneben hat er aber auch viel Klaviermusik geschrieben, die der auf Raritäten spezialisierte Christophe Sirodeau nun auf 2 CDs vollständig beim schwedischen Label BIS Records eingespielthat.

    Der 1898 in Teschen in der österreichisch-ungarischen Monarchie geborene Viktor Ullmann gehört zu einer Reihe von Komponisten, deren Werk man erst in jüngster Zeit nach und nach entdeckt. Von den Nationalsozialisten 1942 zunächst nach Theresienstadt deportiert, wurde er zwei Jahre später in Auschwitz ermordet.

    Den internationalen Durchbruch als Komponist erlebte der Schüler von Arnold Schönberg und Assistent Alexander Zemlinskys 1929 beim Genfer Musikfest der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik mit seinen Schönberg-Variationen.

    Von den sieben Sonaten sind vier vor seiner Deportation in Prag komponiert, drei entstanden in Theresienstadt. In seiner Musik klingen Mahler, Janáček, Mozart, Bach und Bartók an; er zitiert Volksmelodien, jüdische Themen, Choräle und schichtet sie in Fugen übereinander oder variiert sie.

    Der französische Pianist Christophe Sirodeau ist überzeugt, dass Viktor Ullmanns Schaffen unabhängig von seinem persönlichen Schicksal einen herausragenden Platz in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts verdient. Seine musikalische Sprache wirkt zeitlos und ist bei Christophe Sirodeau bestens aufgehoben. (mvh)

    • Samstag, 30. August 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 31. August 2014, 10.30 Uhr.


    © harmonia mundi

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Cuarteto Casals spielt Mozart.

    Mozarts Haydn gewidmete Quartette
    Interpret(en): Cuarteto Casals
    Label: harmonia mundi
    EAN: 3149020218624

    Wie ein Mobile schweben die Anfangstöne des Menuetts aus Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett in G-Dur K 387. Es trägt den Beinamen „Frühling“. Die fragile Balance zwischen Heiterkeit und Ernst ist so charakteristisch für Mozarts Schaffen wie seine Fähigkeit, die unterschiedlichsten Techniken meisterhaft zu kombinieren, beispielsweise die Fuge im Finalsatz Allegro vivace.

    Die drei auf dieser CD eingespielten Quartette hat Mozart zwischen 1782 und 1785 komponiert und sie im Erstdruck dem „caro amico“ Joseph Haydn gewidmet. Dessen sechs Streichquartette op. 33 von 1782 waren Vorbild und Anreiz zum Wettbewerb um etwas ganz Neues. So beginnt Mozart sein Quartett in C-Dur KV 465 völlig unüblich mit einer langsamen Einleitung.

    Radikal expressiv und harmonisch kühn war dieser Beginn, so dass Mozarts Zeitgenossen die ersten 22 Takte für korrekturbedürftig hielten und dem Stück den Beinamen „Dissonanzen-Quartett“ gaben. Was damals seiner Zeit weit voraus war, wirkt auch heute noch frisch.

    Das Cuarteto Casals überzeugt wieder einmal auf seine nüchtern-elegante Art: Fein geschliffen im Detail, klar strukturiert in der Form – eine beeindruckende musikalische Einheit. (mvh)

    • Samstag, 23. August 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 24. August 2014, 10.30 Uhr.


    © Mirare

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Skrjabins Etüden.

    Skrjabin: Sämtliche Etüden
    Interpret(en): Andrei Korobeinikov
    Label: Mirare
    EAN: 3760127222187

    Der russische Pianist Andrei Korobeinikov ist erst 28, hat aber schon 6 CDs veröffentlicht, von denen zwei mit dem Diapason D’Or ausgezeichnet wurden. Nun ist bei Mirare seine Einspielung sämtlicher Etüden Alexander Skrjabins erschienen.

    Zart und melancholisch wie bei einem Nocturne erklingen die ersten Töne der Etüde Op. 2 Nr. 1 Andante, die Alexander Skrjabin 1887 als 15-Jähriger komponiert hat. Sieben Jahre später schrieb er die Zwölf Etüden Op. 8, deren krönender Abschluss Nr. 12 Patetico am berühmtesten wurde.

    Als Kommilitone von Sergej Rachmaninow studierte Skrjabin am Moskauer Konservatorium u.a. bei Anton Arenski und Sergej Tanejew. Eben dort hat Andrei Korobeinikov 2005 sein Studium als „Bester Musiker des Jahrzehnts“ abgeschlossen – mit gerade einmal 19 Jahren. Zuvor hatte er mit 17 schon ein Jurastudium in der Tasche.

    Scheinbar mühelos spielt Andrei Korobeinikov die hochvirtuosen Etüden Skrjabins wie etwa die Nr. 5 Affanato aus den Acht Etüden Op. 42 von 1903. Nicht weniger eindrücklich gelingen ihm die langsameren Miniaturen, in denen der Komponist den Fokus auf die Klangqualität gelegt hat oder die er selbst wegen zu kleiner Hände gar nicht interpretieren konnte wie die erste der Drei Etüden Op. 65 Allegro fantastico.

    Genau wie die letzten Drei Etüden entstand auch die Messe Blanche 1912. Das mit knapp 13 Minuten längste Stück der CD ist eine einsätzige Sonate-Poème, mit der Andrei Korobeinikov am Ende sämtlicher Etüden noch einmal alles gibt, was an technischer Brillanz und musikalischem Gestalten von Skrjabin erdacht wurde. (mvh)

    • Samstag, 16. August 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 17. August 2014, 10.30 Uhr.


    Nächste 15 Sendungen