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Sonntag, 21. September 2014
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CD der Woche-Archiv


© Audax Records

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  •   The Dresden Album.

    The Dresden Album
    Interpret(en): Ensemble Diderot
    Label: Audax Records
    EAN: 3770004137015
     

    Der 1980 in Südtirol geborene Johannes Pramsohler beschäftigt sich schon länger mit Johann Georg Pisendel. Bereits seine erste CD galt den Violinkonzerten am Dresdner Hof, wo Pisendel als der wohl bedeutendste Geiger seiner Zeit an der Hofkapelle Augusts des Starken tätig war. Nun folgt für ihn komponierte Kammermusik mit dem Ensemble Diderot.

    Seit seiner Gründung vor fünf Jahren widmet sich das Ensemble Diderot auf Originalinstrumenten der Erforschung des barocken Triosonaten-Repertoires. In der ursprünglichen Besetzung mit zwei Geigen, Cello und Cembalo haben die vier jungen Musiker sechs Triosonaten u.a. von Georg Friedrich Händel, Johann Joseph Fux und František Ignác Tůma aufgenommen, darunter drei Weltersteinspielungen.

    Alle Triosonaten haben die Satzfolge langsam-schnell-langsam-schnell und auch wenn nur bei Johann Friedrich Fasch und Georg Philipp Telemann je einer der Sätze affettuoso heißt, so scheint es doch so, dass sich das Ensemble Diderot ganz besonders liebevoll in den langsamen Sätzen auszudrücken vermag.

    Man darf gespannt sein, wie die angekündigte musikalische Reise durch Europa des Ensemble Diderot nach dem gelungenen Dresden-Debüt weitergeht. Eines ist sicher: hier sind Spezialisten am Werk, deren Energie, Sorgfalt und Können begeistern. (mvh)

    • Samstag, 20. September 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 21. September 2014, 09.35 Uhr.


    © Erato

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Rio Paris.

    Rio Paris
    Interpret(en): Natalie Dessay, Agnès Jaoui, helena Noguerra, Liat Cohen
    Label: Erato
    EAN: 0825646320318
     

    Rund ein Jahr ist es her, dass Natalie Dessay ihren Rückzug von der Opernbühne angekündigt hat. Was nicht bedeutet, dass die französische Sopranistin nicht mehr singt: sie geht nur in eine andere Richtung und das am liebsten mit Freunden.

    Französische Chansons hat Natalie Dessay zuletzt zusammen mit Michel Legrand aufgenommen, nun folgt der nächste Streich: "Rio Paris“ heißt die Platte, auf der die aus Israel stammende Gitarristin Liat Cohen vier Pariser Freundinnen versammelt, um gemeinsam ihrer Liebe zur brasilianischen Musik Ausdruck zu verleihen.

    Neben der berühmten Aria aus den Bachianas Braileiras singt Natalie Dessay auch zwei bisher unveröffentlichte Lieder von Heitor Villa-Lobos auf Gedichte von Jean de La Fontaine und Victor Hugo. So vielfältig die Beziehungen zwischen Paris und Rio seit Villa-Lobos‘ Zeit sind, so schillernd sind die Persönlichkeiten der vier hier musizierenden Frauen.

    Wenn Helena Noguerra Egberto Gismontis Água e vinho singt, hört man die Vertrautheit der belgischen Sängerin, Schauspielerin und Autorin mit der Sprache – Portugiesisch ist ihre Muttersprache. Die dritte Sängerin ist Agnès Jaoui, die man bisher vor allem als Regisseurin, Schauspielerin und Autorin kannte.

    Natürlich sind auch die großen Bossa nova Meister Antônio Carlos Jobim und João Gilberto auf dieser CD vertreten. Melancholisch erzählen die Lieder von Sehnsucht und enttäuschter Liebe, während die Gitarre von Liat Cohen entspannte Unaufdringlichkeit vermittelt. (mvh)

    • Samstag, 13. September 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 14. September 2014, 09.35 Uhr.


    © Hänssler Classic

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Mozarts Violinkonzerte.

    Mozart: Violinkonzerte
    Interpret(en): Lena Neudauer, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, Bruno Weil
    Label: Hänssler Classic
    EAN: 4010276026846

    Mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern hat Lena Neudauer bereits sämtliche Werke für Violine und Orchester von Robert Schumann eingespielt. Die Aufnahme gewann den International Classical Music Award für die beste Konzerteinspielung 2011. Nun folgen in derselben Besetzung bei Hänssler Classic sämtliche Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart.

    Das zweite Violinkonzert in D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart stand ganz am Anfang von Lena Neudauers Konzertkarriere, bereits als 10-Jährige spielte sie es öffentlich mit Orchester. Mit 11 kam sie ans Salzburger Mozarteum, mit 15 gewann sie den Leopold Mozart Wettbewerb in Augsburg.

    Lena Neudauer ließ sich Zeit, um ihren eigenen Weg zu gehen. Sie studierte bei Helmut und Thomas Zehetmair sowie Christoph Poppen, spielte Schlagzeug in einer Rockband, heiratete und bekam zwei Kinder. Mit 26 wurde sie Professorin an der Hochschule für Musik Saar, jetzt ist sie 30 und reif für eine Einspielung sämtlicher Violinkonzerte Mozarts.

    Jedes der fünf Konzerte hat seinen besonderen Reiz, zusätzlich hat sie auch die alternativen Sätze Adagio in E-Dur, Rondo in B-Dur sowie das Rondo in C-Dur aufgenommen. Der schönste Mittelsatz von allen ist für Lena Neudauer in ihrem Lieblingskonzert, Mozarts drittem Konzert in G-Dur, ein heiter swingendes Adagio.

    Strahlend frisch, ganz klar und natürlich wirkt Lena Neudauers historisch informiertes Spiel. Sie artikuliert und gestaltet fein, alle Kadenzen hat sie selbst geschrieben. Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter Bruno Weil ist ein kompetenter Partner für diese wunderbare Doppel-CD. (mvh)

    • Samstag, 6. September 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 7. September 2014, 09.35 Uhr.


    © BIS

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  •   Viktor Ullmanns Klaviergesamtwerk.

    Klaviergesamtwerk
    Interpret(en): Christophe Sirodeau
    Label: BIS
    EAN: 7318590021163
     

    Die Kammeroper Der Kaiser von Atlantis ist Viktor Ullmanns wohl berühmtestes Werk. Daneben hat er aber auch viel Klaviermusik geschrieben, die der auf Raritäten spezialisierte Christophe Sirodeau nun auf 2 CDs vollständig beim schwedischen Label BIS Records eingespielthat.

    Der 1898 in Teschen in der österreichisch-ungarischen Monarchie geborene Viktor Ullmann gehört zu einer Reihe von Komponisten, deren Werk man erst in jüngster Zeit nach und nach entdeckt. Von den Nationalsozialisten 1942 zunächst nach Theresienstadt deportiert, wurde er zwei Jahre später in Auschwitz ermordet.

    Den internationalen Durchbruch als Komponist erlebte der Schüler von Arnold Schönberg und Assistent Alexander Zemlinskys 1929 beim Genfer Musikfest der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik mit seinen Schönberg-Variationen.

    Von den sieben Sonaten sind vier vor seiner Deportation in Prag komponiert, drei entstanden in Theresienstadt. In seiner Musik klingen Mahler, Janáček, Mozart, Bach und Bartók an; er zitiert Volksmelodien, jüdische Themen, Choräle und schichtet sie in Fugen übereinander oder variiert sie.

    Der französische Pianist Christophe Sirodeau ist überzeugt, dass Viktor Ullmanns Schaffen unabhängig von seinem persönlichen Schicksal einen herausragenden Platz in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts verdient. Seine musikalische Sprache wirkt zeitlos und ist bei Christophe Sirodeau bestens aufgehoben. (mvh)

    • Samstag, 30. August 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 31. August 2014, 10.30 Uhr.


    © harmonia mundi

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  •   Cuarteto Casals spielt Mozart.

    Mozarts Haydn gewidmete Quartette
    Interpret(en): Cuarteto Casals
    Label: harmonia mundi
    EAN: 3149020218624

    Wie ein Mobile schweben die Anfangstöne des Menuetts aus Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett in G-Dur K 387. Es trägt den Beinamen „Frühling“. Die fragile Balance zwischen Heiterkeit und Ernst ist so charakteristisch für Mozarts Schaffen wie seine Fähigkeit, die unterschiedlichsten Techniken meisterhaft zu kombinieren, beispielsweise die Fuge im Finalsatz Allegro vivace.

    Die drei auf dieser CD eingespielten Quartette hat Mozart zwischen 1782 und 1785 komponiert und sie im Erstdruck dem „caro amico“ Joseph Haydn gewidmet. Dessen sechs Streichquartette op. 33 von 1782 waren Vorbild und Anreiz zum Wettbewerb um etwas ganz Neues. So beginnt Mozart sein Quartett in C-Dur KV 465 völlig unüblich mit einer langsamen Einleitung.

    Radikal expressiv und harmonisch kühn war dieser Beginn, so dass Mozarts Zeitgenossen die ersten 22 Takte für korrekturbedürftig hielten und dem Stück den Beinamen „Dissonanzen-Quartett“ gaben. Was damals seiner Zeit weit voraus war, wirkt auch heute noch frisch.

    Das Cuarteto Casals überzeugt wieder einmal auf seine nüchtern-elegante Art: Fein geschliffen im Detail, klar strukturiert in der Form – eine beeindruckende musikalische Einheit. (mvh)

    • Samstag, 23. August 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 24. August 2014, 10.30 Uhr.


    © Mirare

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  •   Skrjabins Etüden.

    Skrjabin: Sämtliche Etüden
    Interpret(en): Andrei Korobeinikov
    Label: Mirare
    EAN: 3760127222187

    Der russische Pianist Andrei Korobeinikov ist erst 28, hat aber schon 6 CDs veröffentlicht, von denen zwei mit dem Diapason D’Or ausgezeichnet wurden. Nun ist bei Mirare seine Einspielung sämtlicher Etüden Alexander Skrjabins erschienen.

    Zart und melancholisch wie bei einem Nocturne erklingen die ersten Töne der Etüde Op. 2 Nr. 1 Andante, die Alexander Skrjabin 1887 als 15-Jähriger komponiert hat. Sieben Jahre später schrieb er die Zwölf Etüden Op. 8, deren krönender Abschluss Nr. 12 Patetico am berühmtesten wurde.

    Als Kommilitone von Sergej Rachmaninow studierte Skrjabin am Moskauer Konservatorium u.a. bei Anton Arenski und Sergej Tanejew. Eben dort hat Andrei Korobeinikov 2005 sein Studium als „Bester Musiker des Jahrzehnts“ abgeschlossen – mit gerade einmal 19 Jahren. Zuvor hatte er mit 17 schon ein Jurastudium in der Tasche.

    Scheinbar mühelos spielt Andrei Korobeinikov die hochvirtuosen Etüden Skrjabins wie etwa die Nr. 5 Affanato aus den Acht Etüden Op. 42 von 1903. Nicht weniger eindrücklich gelingen ihm die langsameren Miniaturen, in denen der Komponist den Fokus auf die Klangqualität gelegt hat oder die er selbst wegen zu kleiner Hände gar nicht interpretieren konnte wie die erste der Drei Etüden Op. 65 Allegro fantastico.

    Genau wie die letzten Drei Etüden entstand auch die Messe Blanche 1912. Das mit knapp 13 Minuten längste Stück der CD ist eine einsätzige Sonate-Poème, mit der Andrei Korobeinikov am Ende sämtlicher Etüden noch einmal alles gibt, was an technischer Brillanz und musikalischem Gestalten von Skrjabin erdacht wurde. (mvh)

    • Samstag, 16. August 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 17. August 2014, 10.30 Uhr.


    © oehms classics

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  •   Anatevka in Mörbisch.

    Anatevka
    Interpret(en): Seefestspiele Mörbisch
    Label: Oehms
    EAN: 4260034864375

    Die Seefestspiele Mörbisch sind mit rund 150000 Besuchern das weltgrößte Operettenfestival. In ihrer zweiten Saison bringt Intendantin Dagmar Schellenberger das Musical Anatevka auf die Bühne am Neusiedler See – und bei Oehms Classics auf CD.

    Tradition ist alles in Anatevka, einem fiktiven Schtetl in der Ukraine. Hier lebt Tevje, der Milchmann, mit seiner Frau Golde und den fünf Töchtern. Vor 50 Jahren hat Jerry Bock die Musik zum Broadway-Musical Fiddler on the roof komponiert, das auf der Geschichte von Sholem Aleichem basiert.

    Gerhard Ernst kostet die Rolle des Tevje in all ihren Facetten aus. Der tiefgläubige Mann hat neben seiner Armut vor allem eine Sorge: seine Töchter wollen nicht der Tradition folgend verheiratet werden, sondern sich ihre Ehemänner selbst aussuchen.

    Um seiner Frau zu erklären, dass er der Verbindung seiner Ältesten mit dem armen Schneider Mottel seinen Segen gibt, lässt Tevje die verstorbene Großmutter im Traum sprechen. Doch dann beschäftigt ihn, der seine Frau erstmals bei der Hochzeit gesehen hatte, die Frage nach der Liebe. Dagmar Schellenberger antwortet als seine Ehefrau Golde.

    Erst bei der dritten Tochter ist Schluss mit der Toleranz und Tevjes innere Zerrissenheit wird deutlich. Tragisch endet das Stück mit der Vertreibung der Bewohner Anatevkas aus ihrer Heimat. Dirigent David Levi sorgt mit dem Mörbischer Festival Orchester und Chor für die sorgfältige Begleitung der Solisten. (mvh)

    • Samstag, 9. August 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 10. August 2014, 10.30 Uhr.


    © Sony Classical

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  •   Rival Queens.

    Rival Queens
    Interpret(en): Vivica Genaux, Simone Kermes, Cappella Gabetta, Andrés Gabetta
    Label: Sony
    EAN: 0888430236820

    Rücken an Rücken stehen die beiden barock gekleideten Damen auf dem Cover, der Blick missmutig, die Nasen hoch, an den Händen tragen sie Boxhandschuhe. So inszenieren sich Vivica Genaux und Simone Kermes auf ihrer gerade bei Sony erschienenen CD Rival Queens.

    Spitzentöne und endlos erscheinende Koloraturen – höchste Gesangskunst eines Farinelli. Für den berühmten Kastraten hatte Nicola Porpora die Arie Nobil onda geschrieben. Aber auch die beiden herausragendsten Sängerinnen ihrer Zeit konnten sie singen: Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni.

    Während Simone Kermes die Rolle der 1696 in Parma geborenen Francesca Cuzzoni übernimmt, singt Vivica Genaux den Part der ein Jahr jüngeren Venezianerin Faustina Bordoni. Die beiden Rivalinnen sollen sich bei einer Aufführung in London vor Publikum übel beschimpft und in die Haare gekriegt haben.

    Diesen Zickenkrieg nahm die Capella Gabetta um den Geiger Andrés Gabetta als Ausgangspunkt für ihr wissenschaftlich begleitetes Projekt. So sind auf dieser CD fast nur Weltersteinspielungen versammelt, darunter das ganz besonders bezaubernde Villanel la nube estiva von Geminiano Giacomelli.

    Die Sopranistin Simone Kermes und die Mezzosopranistin Vivica Genaux wechseln sich ab mit Arien, die mal die Virtuosität, mal den Ausdruck hervorstreichen, auch drei Duette sind dabei. Andrés Gabetta leitet die Capella Gabetta von der Violine aus aufs Feinste – eine herrliche CD! (mvh)

    • Samstag, 2. August 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 3. August 2014, 10.30 Uhr.


    © DG

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  •   Tschaikowsky und Chopin.

    Tschaikowsky & Chopin
    Interpret(en): Ingolf Wunder, St. Petersburger Philharmoniker, Vladimir Ashkenazy
    Label: DG
    EAN: 0028947906704
     

    Rund um Mittsommer geht die Sonne im Norden nicht ganz unter, so dass es auch nachts noch hell bleibt. Weiße Nächte nennt sich das Phänomen in St. Petersburg und so heißt auch das alljährlich dort um diese Zeit stattfindende Festival. 2012 hat Ingolf Wunder zusammen mit den St. Petersburger Philharmonikern unter Vladimir Ashkenazy ein Konzert gegeben, das jetzt als live-Mitschnitt bei der Deutschen Grammophon erschienen ist.

    Tschaikowskys berühmtes 1. Klavierkonzert in b-Moll ist das am häufigsten eingespielte Klavierkonzert überhaupt. Nun also Ingolf Wunder und Vladimir Ashkenazy mit den St. Petersburger Philharmonikern. Eine äußerst harmonische Zusammenarbeit der beiden Chopin-Wettbewerbs-Zweiten – Ashkenazy 1955, Wunder 2010.

    Auch wenn fast 50 Jahre zwischen Vladimir Ashkenazy und Ingolf Wunder liegen, scheinen sich die beiden bei ihrem ersten Aufeinandertreffen in St. Petersburg perfekt zu verstehen. Ihre Interpretation vermeidet Übertreibungen, ist aber kraftvoll, elegant und von strahlender Schönheit.

    Ein weiteres berühmtes 1. Klavierkonzert ist auf dieser CD dokumentiert, das für Ingolf Wunder eine ganz spezielle Bedeutung hat: Chopins Op. 11, mit dem der Klagenfurter in Warschau beim Chopin-Wettbewerb überzeugte.

    Viele Male hat er es inzwischen auf der ganzen Welt mit den unterschiedlichsten Orchestern gespielt. Die Vertrautheit wird in dieser Aufnahme ebenso deutlich wie die besondere Verbindung, die Ingolf Wunder zu Chopin verspürt und die er mit Vladimir Ashkenazy teilt. Zwei Meister ganz in ihrem Element! (mvh)

    • Samstag, 26. Juli 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 27. Juli 2014, 10.30 Uhr.


    © oehms classics

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  •   Hans Rott - Lieder-Reise.

    Hans Rott: Lieder, Symphonie E-Dur
    Interpret(en): Michael Volle, Münchner Symphoniker, Hansjörg Albrecht
    Label: Oehms
    EAN: 4260330918031

    Herbstmilch Stalingrad Schlafes Bruder: Die Filme zu denen Enjott Schneider die Musik komponiert hat, sind weltbekannt.  Der Präsident des Deutschen Komponistenverbandes hieß ursprünglich Norbert Jürgen Schneider und war lange Professor an der Münchner Musikhochschule. Nun hat er analog zu Hans Zenders Winterreise Lieder von Hans Rott arrangiert. Aufgenommen von Michael Volle und den Münchner Symphonikern unter Hansjörg Albrecht ist diese Lieder-Reise unter dem Titel „Balde ruhest du auch!“ bei Oehms Classics erschienen.

    Düster und Unheil verkündend hebt die Musik an. Fünf Klavierlieder von Hans Rott verknüpft Enjott Schneider mit Prolog, Intermezzi und Epilog zu einer Lieder-Reise. Deren zentraler Satz und Titel „Warte, balde ruhest du auch“ aus Johann Wolfgang von Goethes Wandrers Nachtlied bildet dabei eine Art Leitmotiv.

    Am Wiener Konservatorium war der 1858 geborene Hans Rott der „ausgezeichnetste Schüler“ seines Orgellehrers Anton Bruckner gewesen und galt in einem Kreis, zu dem auch Hugo Wolf und Gustav Mahler gehörten, als hochbegabtes Genie.

    Das besonders eindrucksvolle Lied Der Sänger komponierte Hans Rott mit Anfang Zwanzig, ebenso sein bedeutendstes Werk, die Symphonie in E-Dur, die auch auf der CD zu hören ist. Doch dann nahmen ihm Wahnvorstellungen den Lebensmut, nach vier Jahren in der Psychiatrie starb er mit nur 26 Jahren.

    Interessant, wie es Enjott Schneider gelingt, aus den fünf Liedern Hans Rotts tatsächlich ein Ganzes zu machen. Wie seine moderne, teils filmisch anmutende Tonsprache und Orchestrierung mit der romantischen Grundlage harmoniert. Wohl umgesetzt von Michael Volle und den Münchner Symphonikern unter Hansjörg Albrecht. (mvh)

    • Samstag, 19. Juli 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 20. Juli 2014, 10.30 Uhr.


    © Berliner Philharmoniker Recordings

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  •   Schumanns Symphonien.

    Robert Schumann: Symphonien
    Interpret(en): Berliner Philharmoniker, Simon Rattle
    Label: BPR
    EAN: 4260306180110
     

    Die Berliner Philharmoniker veröffentlichen neuerdings ihre Aufnahmen im Eigenlabel „Berliner Philharmoniker Recordings“. Den Auftakt macht eine aufwendig gestaltete Box mit sämtlichen Symphonien von Robert Schumann, geleitet von Chefdirigent Simon Rattle.

    Die Dellen und Einkerbungen in der Vase auf dem Cover stehen wie die bezaubernden Blumenmotive für die unterschiedlichen Seiten der Persönlichkeit Robert Schumanns, die Vase selbst für seine Fragilität.

    Auch die Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin zeigt, welch sorgfältiger Aufwand hinter der ersten Veröffentlichung im Eigenlabel steckt. Die leinengebundene Edition soll in jeder Hinsicht etwas Besonderes sein und enthält neben zwei CDs eine Blue-Ray-Disc mit Audio- und Videomaterial.

    Unter den vier Symphonien, die Robert Schumann in den Jahren 1841 bis 1850 komponiert hat, nimmt die Vierte für Simon Rattle eine besondere Rolle ein. Er kann kaum fassen, wie Schumann ab 1851 bei der Umarbeitung "eine Symphonie voller Leichtigkeit, Anmut und Schönheit in eine Symphonie aus Finsternis, Wahn und Zwang verwandelt" hat. Keine Frage, dass Rattle die Urfassung von 1841 bevorzugt.

    In den 2013 entstandenen live-Aufnahmen begeistern die Berliner Philharmoniker durch ihren brillanten Klang und ihr elektrisierendes, nach vorne drängendes Spiel. Simon Rattle gestaltet feinnervig die Details, balanciert alles bestens aus und schafft große Bögen. Ein gelungenes Labeldebut! (mvh)

    • Samstag, 12. Juli 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 13. Juli 2014, 10.30 Uhr.


    © Accentus Music

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  •   Die Kunst der Fuge.

    Bach: Kunst der Fuge
    Interpret(en): Zhu Xiao-Mei
    Label: Accentus Music
    EAN: 4260234830705

    Vielen Menschen gilt Johann Sebastian Bachs Musik als Trost in schwierigen Zeiten. Für die chinesische Pianistin Zhu Xiao Mei war sie die Rettung aus fünf Jahren in maoistischen Arbeitslagern. Nach den Goldberg Variationen und dem Wohltemperierten Klavier hat sie nun bei Accentus music Die Kunst der Fuge veröffentlicht.

    Ein schlichtes Thema aus wenigen Noten in d-Moll ist die Ausgangsbasis für Johann Sebastian Bachs Die Kunst der Fuge. Es lässt sich nahezu unendlich variieren und das dabei entstandene Ganze gilt als Höhepunkt der polyphonen Kunst.

    Die 65-Jährige Zhu Xiao Mei hat sich ihr Leben lang mit Bachs Musik auseinandergesetzt. Die Arbeit an der Kunst der Fuge hat sie allerdings erst vor fünf Jahren begonnen. Sie vergleicht sie mit der Ersteigung des Himalajas. So schwierig und schmerzhaft war für sie, die kleine Hände hat, die Suche nach Lösungen, um der Vielstimmigkeit gerecht zu werden.

    Doch das Ergebnis entschädigt die Pianistin für die Mühen mit dem Gefühl, ein vollkommenes inneres Gleichgewicht erreicht zu haben. Das hört man der Aufnahme an, ebenso die Liebe der Interpretin zu Bach. Als Atempausen hat sie zwischen die 14 Fugen die vier Kanons eingeschoben.

    So kann am Ende die unvollendete Schlussfuge ihre Wirkung entfalten. Wobei es für Zhu Xiao Mei wichtig ist, dass dieses Meisterwerk unvollendet ist. Schließlich heißt es im Buch der Wandlungen, einer der wichtigsten alten chinesischen Schriften, „Leben erzeugt Leben. Es gibt kein Ende.“ (mvh)

    • Samstag, 5. Juli 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 6. Juli 2014, 10.30 Uhr.


    © SFS

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   West Side Story.

    Bernstein: West Side Story
    Interpret(en): San Francisco Symphony, Michael Tilson Thomas
    Label: SFS
    EAN: 0821936005927
     

    Cool ist die West Side Story von Leonard Bernstein auch heute noch, 57 Jahre nach der Uraufführung. Schwer vorstellbar, dass damals kaum ein Produzent es wagen wollte, in die tragische Geschichte zu investieren, die keinen Erfolg versprach.

    Cheyenne Jackson und Alexandra Silber singen die beiden Hauptrollen des polnisch-stämmigen Tony und der Puerto Ricanerin Maria, die verfeindeten Jugendbanden angehören. Die ins New York der 50er Jahre übertragene Version von Shakespeares Romeo und Julia ist wunderbar zeitlos.

    Michael Tilson Thomas war es wichtig, anders als Bernstein in seiner 1984 erschienenen Studio-Aufnahme keine Opernsänger einzusetzen, sondern mit einer jungen Broadway-Besetzung dem Ursprung der West Side Story näher zu kommen.

    Das San Francisco Symphony ist das erste Orchester, das von den Rechteinhabern der West Side Story die Erlaubnis bekam, mit Michael Tilson Thomas die vollständige Partitur aufzuführen und aufzunehmen. Orchester, Chor und Solisten geben alles, um diese besondere Gelegenheit zu nützen – ein Fest für alle Bernstein-Fans! (mvh)

    • Samstag, 28. Juni 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 29. Juni 2014, 10.30 Uhr.


    © Decca

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   Beethovens Prometheus.

    Beethoven: Prometheus
    Interpret(en): Armonia Atenea, George Petrou
    Label: Decca
    EAN: 0028947867555

    Armonia Atenea ist der neue Name der 1991 gegründeten Camerata Athen. Zu Beginn des Jahres begleitete das Orchester Max Emanuel Cencic auf seiner Rokoko-CD. Nun folgt unter Chefdirigent George Petrou schon der nächste Streich: Beethovens Prometheus, ebenfalls bei Decca erschienen.

    Vom ersten Schlag an unverkennbar Beethoven. Doch mehr als die Ouvertüre hört man relativ selten von seinem einzigem Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“. Die Uraufführung fand vor 213 Jahren in Wien statt, von der Choreographie des damals sehr berühmten Salvatore Viganò ist nichts überliefert.

    Nach der Einleitung folgen 16 Einzelsätze, in denen die Tänzer die Fabel des Prometheus darstellen: Der Titan stiehlt den Göttern das Feuer, um zwei aus Ton geformten Geschöpfen menschliches Leben einzuhauchen. Verzweifelt, dass er ihnen keine Vernunft schenken kann, führt er sie auf den Parnaß, damit sie von Göttern und Musen in den Künsten unterrichtet werden.

    Herrliche Soli von Violoncello und Harfe über eine Reihe von Holzbläsern bis hin zum Bassetthorn durchziehen das Werk und werden von den Musikern des Orchesters Armonia Atenea besonders klangschön gestaltet.

    Mit Liebe zum Detail, farbenreichem Klang auf historischen Instrumenten und viel Temperament musiziert das Orchester Armonia Atenea unter der Leitung des Chefdirigenten George Petrou. Eine feurig-scharfe CD, wie sie Beethoven bestimmt gefallen hätte. (mvh)

    • Samstag, 21. Juni 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 22. Juni 2014, 09.35 Uhr.


    © deutsche harmonia mundi

  • Gewinnspiel
  • Archiv
  •   In dolce amore.

    Interpret(en): Robin Johannsen, Academia Montis Regalis, Allesandro De Marchi
    Label: dhm
    EAN: 0888430116924

    1994 wurde die Academia Montis Regalis im Piemont gegründet. Unter Chefdirigent Alessandro De Marchi dient das Ensemble als festes Orchester der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Gemeinsam mit der amerikanischen Sopranistin Robin Johannsen widmet sich das Orchester auf der aktuellen CD „In dolce amore“ Antonio Caldara.

    Der Venezianer Antonio Caldara wurde 1709 in Rom zum maestro da cappella beim Prinzen Francesco Maria Ruspoli ernannt. Dort schrieb Caldara in sieben Jahren rund 200 Kantaten für die sonntäglichen conversazioni Ruspolis mit befreundeten Kunstkennern, Geistlichen und Diplomaten.

    Anschließend ging Caldara als Vizekapellmeister an den kaiserlichen Hof nach Wien, wo er in 20 Jahren an die 40 Opern verfasste. Hier profitierte er von den enormen Investitionen in Instrumentalisten und Sänger, die seine Opernkompositionen reichhaltiger und virtuoser werden ließen.

    Die drei auf dieser CD aufgenommenen Kantaten handeln alle von der Liebe. In je zwei Rezitativen und zwei Arien ist von unerwiderten Gefühlen, Machtansprüchen, Zorn und Schmerz ebenso die Rede wie von süßem Glück. Vorneweg gibt es eine nuancenreiche Sinfonia.

    Alessandro De Marchi leitet die Academia Montis Regalis vom Cembalo aus. Für die leichte, souverän und natürlich wirkende Stimme von Robin Johannsen ist deren ebenso brillanter wie transparenter Klang die ideale Begleitung: die fein ausgearbeiteten Details ergeben ein stimmiges Ganzes. (mvh)

    • Samstag, 14. Juni 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 15. Juni 2014, 09.35 Uhr.


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