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Sonntag, 29. März 2015
© Theater an der Wien




CD der Woche-Archiv


© DG

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  •   Brahms - The Hungarian Connection.

    Brahms - The Hungarian Connection.
    Interpret(en): Andreas Ottensamer und Freunde.
    Label: Deutsche Grammophon
    EAN: 028948114092

    Von einem großen Wurf zu sprechen ist immer so eine Sache. Im Falle der neuen CD des Klarinettisten Andreas Ottensamer aber wäre alles andere eine Untertreibung. Er macht sich auf die Suche nach dem ungarischen Idiom in Johannes Brahms‘ Musiksprache und findet neben den bekannten Ungarischen Tänzen auch den einen oder anderen Anklang, wo man ihn auf den ersten Blick vielleicht nicht vermutet hätte. Wenn zum Beispiel im zweiten Satz des Klarinettenquintetts, wie es im Beiheft heißt, "Brahms wehmütig den Klang einer ungarischen Kapelle heraufbeschwört – wenn die Streicher den trappelnden Klang eines Zymbals imitieren und die Klarinette darüber quasi rhapsodisch spielt."

    Für seine Banda hat sich Klarinettist Ottensamer Freunde und Kollegen der Philharmonischen Orchester aus Wien und Berlin eingeladen. Als Primas fungiert kein geringerer als Leonidas Kavakos, sekundiert wird von Christoph Koncz. Sein Bruder Stefan Koncz ist am Cello mit dabei und hat auch für die Bearbeitungen und Arrangements der kürzeren Werke auf dieser CD gesorgt. Bratschist Antoine Tamestit komplettiert die Besetzung des Quintetts. Ein Glückspilz, wer solche Freunde hat…

    Zu den Genannten gesellen sich bei Brahms‘ ungarischen Tänzen Nr. 1 und 7 sowie bei zwei Sätzen des Komponisten Leó Weiner auch der Zymbalvirtuose Oszkár Ökrös und der Kontrabassist Ödön Rácz. Somit ist auch für traditionelles Ungarisches Kolorit gesorgt.

    Langsam und schnell, lassú és friss, ist die musikalische Devise, die schließlich auch in Tänzen aus Transsylvanien kumuliert. Spätestens hier fühlt man sich in eine andere Welt versetzt und möchte die Musiker, hier vielleicht besser die Musikanten, mit einem Glas Tokajer hoch leben lassen! Prost und Egészségedre! (mg)

     

    • Samstag, 28. März 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
      Sonntag, 29. März 2015, 09.35 Uhr.


    © mirare

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  •   Rémi Geniet: Bach.

    Bach.
    Interpret(en): Rémi Geniet.
    Label: mirare
    EAN: 3760127222682

    Johann Sebastian Bach war 21, als er die Toccata in c-Moll komponierte – genau wie Rémi Geniet, als er sie im Herbst 2014 aufgenommen hat. Als jüngster Preisträger ging der Franzose 2011 aus dem Beethoven Wettbewerb in Bonn hervor, bevor er 2013 den zweiten Preis beim Concours International Reine Elisabeth gewann, um nur zwei seiner zahlreichen Auszeichnungen zu nennen.

    Am Pariser Conservatoire National Supérieur war Rémi Geniet einer der letzten Studenten der Grande Dame Brigitte Engerer, einer Enkelschülerin von Heinrich Neuhaus. Auch seine übrigen Professoren sind Berühmtheiten: Kammermusik hat er bei Pierre-Laurent Aimard studiert, Dirigieren bei George Pehlivanian. Aktuell setzt er seine Studien bei Evgeni Koroliov in Hamburg fort, der dem Werk Bachs besonders verbunden ist.

    Rémi Geniet hat sich für seine Debüt-CD neben der Toccata in c-Moll für die Partita Nr. 4 in D-Dur, die Englische Suite Nr. 1 in A-Dur und das Capriccio im B-Dur „über die Abreise des sehr geliebten Bruders“ entschieden. Eine vielversprechende Aufnahme eines so jungen Virtuosen, der weit mehr als technische Brillanz aufzuweisen hat: die Musik atmet, lebt und kommt zur Ruhe. (mvh)

    • Samstag, 21. März 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
      Sonntag, 22. März 2015, 09.35 Uhr.


    © ancalagon

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  •   Schubert.

    Schubert.
    Interpret(en): Marie-Pierre Langlamet, Anna Prohaska, Ludwig Quandt, Lara St. John
    Label: Ancalagon
    EAN: 854853004025

    Schlicht „Schubert“ heißt die CD, auf deren Cover ein alter Kahn einsam und verlassen vor einem düster-grauen Wolkenmeer vor sich hindümpelt. Auf ihr erklingt die These, dass Schubert, hätte er damals bereits die Doppelpedalharfe gekannt, sie wohl für so manches seiner Werke verwendet hätte.

    Eindrücklich zeigt Marie-Pierre Langlamet, welch Wirkung Schuberts Musik auf ihrem Instrument entfalten kann: Weich und unaufdringlich der Klang, subtil die Differenzierungsmöglichkeiten. In der Tat – in ihrer Fragilität ideal für Schubert.

    Überzeugend wird die These durch die Interpretin: Die vielfach ausgezeichnete Marie-Pierre Langlamet wurde bereits mit 17 Jahren Soloharfenistin des Opernorchesters von Nizza, nach einer Zwischenetappe an der Met hat sie nun seit 1993 dieselbe Position bei den Berliner Philharmonikern inne – eine wahre Meisterin ihres Instruments.

    Die Harfenistin liebt die Kammermusik und hat sich für ihre Schubert-CD hervorragende Kollegen zum gemeinsamen Musizieren eingeladen - Ludwig Quandt ist ebenso lange wie Marie-Pierre Langlamet bei den Berliner Philharmonikern als 1. Solocellist tätig, die renommierte Geigerin Lara St. John betreibt auch das Aufnahmelabel und Sopranistin Anna Prohaska wagt sich passenderweise an die Gesänge des Harfners: fein! (mvh)

    • Samstag, 14. März 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
      Sonntag, 15. März 2015, 09.35 Uhr.


    © harmonia mundi

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  •   Rappresentatione di Anima e di Corpo.

    Cavalieri: Rappresentatione di Anima & di Corpo
    Interpret(en): Akademie für Alte Musik Berlin, René Jacobs
    Label: HMC
    EAN: 3149020220023

    Wenn der Verstand in Rappresentatione di Anima e di Corpo fragt „Ach wer kann mein gieriges Verlangen stillen?“ dann geht es um die immer aktuelle Frage, wie Leben gelingt. Die Seele klagt im zentralen Dialog mit dem Körper: „Ich möchte Ruhe und Frieden, ich möchte Vergnügen und Freude und finde nur Kummer und Überdruss“

    Im Dialog der Allegorien Körper und Seele konnten Standpunkte wie die Vergänglichkeit des Irdischen und das Vertrauen in göttlichen Schutz einander gegenüber gestellt werden. Auf der Suche nach dem rechten Weg wendet die Seele sich an den Himmel – und erhält Antwort in Form eines Echos.

    Emilio de Cavalieris 1600 uraufgeführte Komposition gilt als Schlüsselwerk der Musikgeschichte, da es das erste vollständig erhaltene musikdramatische Werk ist. Der geringe Stimmumfang der Gesangspartien und die schlichte Gestaltung der Rezitative sollte der Textdeutlichkeit dienen – René Jacobs macht eine Ausnahme bei der Figur der selbstverliebten Vita mondana.

    René Jacobs setzt eine reiche Palette an Farben im Klang der Akademie für Alte Musik Berlin ein. Am Ende stimmen alle zusammen mit den Solisten und dem Staatsopernchor Berlin ein Loblied auf den Herrn an, ein Fest für Liebhaber der Alten Musik. (mvh)

    • Samstag, 7. März 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
      Sonntag, 8. März 2015, 09.35 Uhr.


    © Kapella 19

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  •   Étienne-Nicolas Méhul: Symphonien.

    Étienne-Nicolas Méhul: Symphonien 3, 4 & 5.
    Interpret(en): Kapella 19, Eric Juteau
    Label: Kapella 19, Nürnberg
    EAN: 0742832392211
    Suche bei Gramola

    Zeit ihres Lebens berühmt und doch im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte beinahe in Vergessenheit geraten – das sind die Komponisten, auf deren Musik sich das junge Nürnberger Orchester Kapella 19 und sein Kapellmeister Eric Juteau spezialisiert haben. Auf der kürzlich erschienen Debüt CD sind es nun die 3., 4. und auch die fragmentarisch gebliebene 5. Symphonie des französischen Meisters Étienne- Nicolas Méhul, die zum Teil erstmals auf einem Tonträger wieder erlebbar gemacht wurden.

    Könnte die Zahl 19 bei einem Blick auf das Foto der Kapella 19 auf das geschätzte Durchschnittsalter der Mitglieder schließen lassen, so ist sie doch mehr ein Hinweis auf die Zeit des 19. Jahrhunderts, also auf die Epoche der Romantik. Historisch informiert und auf originalen Instrumenten der Zeit musizieren die jungen Damen und Herren, mit viel Verve und Esprit und hauchen so der Musik neues Leben ein. Auf Vibrato wird weitgehend verzichtet, was hin und wieder zu intonationstechnischen Unschärfen führt, dafür wird mit größtmöglichen dynamischen Unterschieden und einer erfreulich jugendlichen Herangehensweise eine ganz eigene musikalische Stimmung erzeugt.

    Dirigent Eric Juteau, der das Orchester vor wenigen Jahren ins Leben gerufen hat, sammelte erste Erfahrungen im historisch informierten Spiel in seiner französischen Heimat, bevor ihn sein Interesse für die deutsche Sprache und Kultur im Jahr 2004 nach Deutschland geführt hat. Er ist es auch, dem die Wiederentdeckung des Komponisten Méhul und die Wiederbelebung einiger seiner Werke zu verdanken ist. So hat ihn der renommierte deutsche Verlag Ries und Erler Berlin mit der Herausgabe der 3 letzten Symphonien beauftragt!

    Besagte drei letzte Symphonien von Étienne-Nicolas Méhul sind es, die die Kapella 19 auf ihrem Erstlingswerk zu Gehör bringt. Drei seltene Beispiele französischer Symphonik des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts, die durchaus als Missing Link französischer Orchestermusik dieser Zeit verstanden werden können. Eine Lücke, die nun von Kapella 19 unter Eric Juteau mit „Authentizität, Klang, und Musikalität“ geschlossen wird! (mg)

    • Samstag, 28. Februar 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
      Sonntag, 1. März 2015, 09.35 Uhr.


    © DG

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  •   Lost and Found.

    Lost and Found
    Interpret(en): Albrecht Mayer, Kammerakademie Potsdam
    Label: DG
    EAN: 0028947929420

    Ob es sich bei dem Konzert von Joseph Fiala tatsächlich um das Konzert für Englischhorn handelt, von dem Mozart seinem Vater in einem Brief vorgeschwärmt hat, ist unklar – Albrecht Mayer hat es nach C-Dur transponiert und ist überzeugt, dass es nun seinen Platz im Repertoire finden wird, genau wie die drei Oboenkonzerte, die er auf seiner neuen CD eingespielt hat, darunter Franz Anton Hoffmeisters C-Dur Konzert.

    Lost and Found ist das Ergebnis einer Jahre langen Recherche, bei der Albrecht Mayer über 100 Oboenkonzerte von mehr oder weniger vergessenen Komponisten gefunden hat. Zusammen mit der Kammerakademie Potsdam hat er vier ausgewählt, um zu zeigen, dass es im 18. Jahrhundert neben Mozart sehr wohl auch noch andere hörenswerte Komponisten gab, wie etwa Jan Antonín Koželuh.

    Mit seiner makellosen Technik und seinem eleganten, schlanken Ton ist Albrecht Mayer zweifellos der beste Fürsprecher für diese zu Unrecht vergessenen Werke. Spritzig und fein differenziert spielt auch die Kammerakademie Potsdam, die Albrecht Mayer von der Oboe aus leitet. Ein Blick abseits des Mainstreams, der sich lohnt – man entdeckt dabei z.B. Ludwig August Lebruns virtuoses g-Moll Konzert. (mvh)

    • Samstag, 21. Februar 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 22. Februar 2015, 09.35 Uhr.


    © Genuin

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  •   A Swedish Trombone Wilderness.

    A Swedish Trombone Wilderness
    Interpret(en): Lars Karlin u.a.
    Label: Genuin
    EAN: 4260036253375
     

    Schon die ersten Töne sind eine Einladung, die Ohren zu öffnen und neugierig zu sein, wie die Welt des Posaunisten Lars Karlin klingt: Modern, spannend und humorvoll eröffnet er seine CD mit einem Stück für Posaune und Tonband von Anders Hillborg. In Benjamin Staerns Humorvollem Monolog für Soloposaune meint man, eine sich vor Lachen biegende Posaune zu hören.

    Großartig, über was für eine Virtuosität und Präzision dieser junge Schwede auf seinem Instrument verfügt! Aber auch Klangvielfalt, Musikalität und Lebendigkeit seines Spiels begeistern, schließlich hat er sich als 12-Jähriger in ein Posaunenglissando verliebt.

    Zwei Weltersteinspielungen finden sich auf der CD, darunter Christian Lindbergs Land of the Rising Sun. Wenngleich Lars Karlins Posaune immer im Zentrum steht, so ist sie keinesfalls immer allein – mal wird sie von Streichensemble begleitet, wie in Lars-Erik Larssons Concertino für Posaune und Streicher, mal vom Klavier, wie in Roland Pöntinens Zimmer für Posaune und Klavier, mal von Posaunenensemble, wie bei schwedischen Liedern – immer hörenswert und faszinierend! (mvh)

    • Samstag, 14. Februar 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 15. Februar 2015, 09.35 Uhr.


    © Erato

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  •   Schubert - Fantasie.

    Schubert: Fantaisie
    Interpret(en): David Fray
    Label: Erato
    EAN: 0825646166992

    So zauberhaft schwebt die Schubert’sche Melancholie der Ungarischen Melodie in h-Moll bei David Fray, als würde ein Seidenschal vom Herbstwind verweht ein Tänzchen wagen. Fantaisie heißt das zweite Schubert-Album des jungen Franzosen, auf dem er auch vierhändig mit seinem Mentor Jacques Rouvier zu hören ist.

    Wie Hélène Grimaud hat auch David Fray bei Jacques Rouvier am Pariser Konservatorium studiert. Mit ihm zusammen bildet er eine perfekte vierhändige Einheit sowohl für die großangelegte Fantasie in f-Moll als auch für das Allegro in a-Moll, wo auch das kraftvolle Spiel klar konturiert wird.

    Im Zentrum der CD steht die G-Dur Sonate D 894, deren Beiname „Fantasie“ vom Verleger stammt und sich eigentlich nur auf den ersten Satz bezieht, dessen Einstieg zum Träumen verleitet und wie improvisiert wirkt.

    David Frays Zugriff auf Schubert ist ein durch und durch poetischer: Zärtlich, spielerisch, ja geradezu neckisch und dabei mit einer perlenden Leichtigkeit, die begeistert. (mvh)

    • Samstag, 7. Februar 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 8. Februar 2015, 09.35 Uhr.


    © cpo

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  •   Alphons Diepenbrocks Orchesterlieder.

    Alphons Diepenbrock: Orchesterlieder
    Interpret(en): Hans Christoph Begemann, Sinfonieorchester St. Gallen, Otto Tausk
    Label: cpo
    EAN: 0761203783625
     
    St. Gallen ist mit rund 75000 Einwohnern Hauptstadt des gleichnamigen Kantons der Ostschweiz. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts rief dort die musikbegeisterte Bürgerschaft eine Tradition von Konzertveranstaltungen ins Leben, in deren Verlauf Franz Liszt und Richard Wagner ihr erstes gemeinsames Konzert als Dirigenten gaben. 1877 wurde dann das Sinfonieorchester St. Gallen gegründet. Dessen neue CD ist gerade bei cpo erschienen mit Orchesterliedern von Alphons Diepenbrock.

    Seit 2 Jahren ist der Niederländer Otto Tausk Chefdirigent in St. Gallen. Nach einer CD mit Orchesterliedern von Hans Pfitzner setzen er und der Bariton Hans Christoph Begemann ihre Zusammenarbeit nun mit Musik des niederländischen Spätromantikers Alphons Diepenbrock fort.

    Als Sohn einer intellektuellen Amsterdamer Katholikenfamilie hatte Alphons Diepenbrock über das Leben Senecas promoviert und verdiente seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer für Griechisch und Latein. Er war ein kompositorischer Autodidakt, der vor allem Vokalmusik liebte.

    Alphons Diepenbrocks Musik wurde regelmäßig vom besten Orchester des Landes aufgeführt. Mit dessen Dirigent Willem Mengelberg war er ebenso befreundet wie mit Gustav Mahler, der von Diepenbrocks Orchesterliedern beeindruckt war.

    Im Zentrum dieser CD stehen die Vertonung von Novalis‘ Hymne an die Nacht und Friedrich Nietzsches Im großen Schweigen. Außerdem singt Hans Christoph Begemann drei kleinere Lieder nach Texten von Goethe, Heine und Verlaine. Das Sinfonieorchester St. Gallen unter Otto Tausk bietet auch in der Hymne für Orchester den großen romantischen Ton. (mvh)

    • Samstag, 31. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 01. Februar 2015, 09.35 Uhr.


    © oehms classics

  • Gewinnspiel
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  •   Pater noster.

    Pater Noster
    Interpret(en): Salzburger Bachchor, Alois Glassner
    Label: Oehms Classics
    EAN: 4260330918178
     

    Der 1984 gegründete Salzburger Bachchor gehört zu den führenden Vokalensembles in Österreich. Seit 2003 wird er von Alois Glaßner geleitet. Bei Oehms classics ist gerade die neue CD erschienen mit geistlicher Chormusik aus fünf Jahrhunderten: Pater Noster.

    Von der Renaissance bis heute, vom Lateinischen und Deutschen bis hin zum Slawischen – das Vaterunser ist das universellste Gebet der Christenheit.

    Maurice Duruflés aus wenigen Akkorden bestehende Version ist mit eineinhalb Minuten die kürzeste. Am spannendsten in seiner Vielgestaltigkeit ist der 13 minütige große Bogen, den der österreichische Komponist Wolfram Wagner schafft.

    Manche Komponisten wie Giuseppe Verdi verwendeten absichtlich nicht den lateinischen Text, um näher bei den Menschen zu sein. Auch ein Volksgesang aus Niederösterreich ist dabei, wie er in der Region zu Wallfahrten gesungen wird.

    Einflüsse früherer Epochen wie der Gregorianik oder der venezianischen Mehrchörigkeit sind später noch häufig anzutreffen.

    Um den Höreindruck abzurunden singt der Salzburger Bachchor neben den Vaterunser-Vertonungen auch Kompositionen über Marientexte. (mvh)

    • Samstag, 24. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 25. Jänner 2015, 09.35 Uhr.


    © deutsche harmonia mundi

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  •   Jean-Marie Leclair.

    Jean-Marie Leclair: Konzerte
    Interpret(en): Camerata Köln
    Label: dhm
    EAN: 0888750162229
     
    Das F-Dur Konzert von Jean-Marie Leclair strahlt eine Grandezza und Frische aus, als könne man auf einmal freier atmen. Das muss wohl für die französischen Komponisten nach dem Tod von Ludwig XIV auch so gewesen sein. Endlich war es möglich, den Horizont zu erweitern und moderner, aufgeklärter und individueller zu komponieren.

    Der 1697 geborene Jean-Marie Leclair war im Violinspiel und im Ballett ausgebildet und begann seine Karriere als Tänzer und Ballettmeister in Lyon, bevor es ihn nach Italien zog. Das früheste Stück der CD, ein Trio für Flöte, Gambe und Basso continuo zeigt viele Anklänge aus der Welt des französischen Balletts.

    In Turin vervollkommnete Leclair sein Violinspiel bei einem Schüler Arcangelo Corellis und kam auch in Kontakt mit Johann Joachim Quantz. Er konnte also die italienische und die deutsche Art an der Quelle studieren und sie dann einbringen in seine elegante, grazil-virtuose französische Ausdrucksweise.

    Jean-Marie Leclairs 1737 in Paris gedrucktes Opus 7, zu dem drei der hier eingespielten Konzerte gehören, ist ein gutes Beispiel für den neuen Stil des vermischten Geschmacks. Lebendig musizieren die vorzüglichen Musiker der Camerata Köln und gestalten feine, klare Linien – wunderschön! (mvh)

    • Samstag, 17. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 18. Jänner 2015, 09.35 Uhr.


    © Sony Classical

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  •   Le Belle Immagini.

    C. W. Gluck: Le Belle Immagini
    Interpret(en): Valer Sabadus, Hofkapelle München, Alessandro de Marchi
    Label: Sony
    EAN: 0888430192423
     

    Mit seinen 28 Jahren ist der aus dem rumänischen Banat stammende Valer Barna-Sabadus bereits ein international gefragter Countertenor. Mittlerweile nennt er sich nur noch Valer Sabadus und hat einen Exklusivvertrag mit Sony. Le Belle Immagini heißt seine dort erschienene Solo-CD.

    In Glucks titelgebender Arie Le belle immagini d’un dolce amor träumt Paris von der Liebe, doch es plagen ihn auch Selbstzweifel. Es ist die einzige Partie, die Gluck original für Giuseppe Millico komponiert hat. Andere hat er für den Soprankastraten transponiert, darunter den Orfeo, der Euridice hinreißend um Antwort anfleht.

    Maria Theresia beauftragte Gluck mit der Festoper zur Hochzeit des Herzogs von Parma mit ihrer Tochter Maria Amalia. Die wünschte sich Orfeo. In Parma traf der Wiener Hofkomponist auf den Soprankastraten Millico – der betörte von nun an mit der umgestalteten Fassung in ganz Europa die Furien der Unterwelt – in dieser Aufnahme gesungen vom exzellenten Chor des Bayerischen Rundfunks.

    Millico war auch der Star in Antonio Sacchinis erfolgreicher Londoner Oper Il Cid. Als Rodrigo konnte er sowohl seinem Ideal, dem natürlichen, ausdrucksvollen Cantabile entsprechen, als auch in virtuosen Koloraturen glänzen.

    Die helle, klare Stimme von Valer Sabadus wirkt schwerelos wie Lichtstrahlen. Dazu und in einigen Stücken auch allein die vorzüglich spielende Hofkapelle München unter der Leitung von Alessandro de Marchi – ein Genuß. (mvh)

    • Samstag, 10. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 11. Jänner 2015, 09.35 Uhr.


    © cpo

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  •   Radiomusik.

    Suites & Overtures for the Radio
    Interpret(en): Orchester der Staatsoperette Dresden, Ernst Theis
    Label: cpo
    EAN: 761203783823
     

    Haben Sie schon einmal Musik aus dem Radio, die gerade sehr leise war, lauter gestellt, nur um dann im nächsten Moment wieder leiser stellen zu müssen? Die dynamische Differenziertheit aber auch die Dauer mancher klassischer Werke ist für ein Medium wie das Radio eine Herausforderung. Der wollte man sich Anfang des 20. Jahrhunderts mit sogenannten Radiomusiken stellen. Eine Doppel-CD mit Aufnahmen des Orchesters der Staatsoperette Dresden unter Ernst Theis ist jetzt bei cpo erschienen.

    Heute würde man Eduard Künneke wohl ein One-Hit-Wonder nennen. Die Operette Der Vetter aus Dingsda von 1921 ist sein bekanntestes Werk. Komponiert hat er aber weit mehr, darunter die Tänzerische Suite, die eine Jazz-Band in ein sinfonisches Orchester integriert.

    Entstanden ist diese herrliche, damals sogar von den Berliner Philharmonikern aufgeführte Musik als Auftragswerk für den Berliner Rundfunk. Das Radio war noch neu und man wollte sich den technischen Möglichkeiten und Erfordernissen anpassen. Max Butting wurde 1929 als Lehrer für Rundfunkkomposition an die Rundfunkversuchsstelle berufen.

    Die Bandbreite an Emotionen, die das neue Medium hervorrief, reichte von Faszination bis Angst. Max Butting formulierte die wichtigsten Anforderungen an die Rundfunkmusik: Kurz, allgemeinverständlich, wirkungsvoll. Walter Braunfels berücksichtigt diese Punkte in seinem Divertimento für kleines Orchester.

    Das Orchester der Staatsoperette Dresden hat unter seinem Chefdirigenten Ernst Theis und mit viel fachkundiger Unterstützung ganze Arbeit geleistet, um diese weitgehend vergessene, aber hörenswerte Musik wieder einem Publikum zugänglich zu machen. (mvh)

    • Samstag, 3. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 4. Jänner 2015, 09.35 Uhr.

     


    © Claves

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  •   Abbado und das Orchestra Mozart.

    Mozart & Haydn

    Interpret(en): Orchestra Mozart, Claudio Abbado
    Label: Claves
    EAN: 7619931130224
     

    Er kam nicht unerwartet und doch war der Tod von Claudio Abbado zu Beginn des Jahres ein Schock für die Musikwelt. Insbesondere für seine Musiker, mit denen er noch viele Pläne gehabt hatte. Nun ist bei Claves Records eine seiner letzten Aufnahmen mit dem Orchestra Mozart erschienen.

    Duftig und locker wie ein zartes Soufflé wirkt hier der Anfang von Mozarts Oboenkonzert. Viele Orchester hat Claudio Abbado gegründet, zuletzt 2004 in Bologna das Orchestra Mozart, mit dem er in diesem Jahr auch posthum den ECHO Klassik verliehen bekam. Die vorliegende Aufnahme entstand als Geschenk für die Solisten des Orchesters, darunter der wunderbare Oboist Lucas Macías Navarro.

    Was für ein schöner Ton! Der Spanier Lucas Macías Navarro ist Solo-Oboist des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam sowie beim Lucerne Festival Orchestra und hat eine Professur an der Hochschule für Musik Freiburg.

    Mozarts Oboenkonzert und die Sinfonia Concertante von Joseph Haydn - die beiden Werke auf dieser CD scheinen wie geschaffen für einen heiteren, warmherzigen und gelassenen Abgang von der Bühne nach einem reichen und erfüllten Künstlerleben.

    Die Kehrseite der engen Verbindung mit Claudio Abbado darf in diesem Fall nicht verschwiegen werden: Am 10. Jänner 2014, 10 Tage vor Abbados Tod, hat das hier noch so lebendig klingende Orchestra Mozart seine Arbeit eingestellt. Die CD dokumentiert eine besondere musikalische Partnerschaft. (mvh)

    • Samstag, 27. Dezember 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 28. Dezember 2014, 09.35 Uhr.


    © Piano Classics

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  •   American Romantics - The Boston Scene.

    American Classics: The Boston Scene
    Interpret(en): Artem Belogurov
    Label: Piano Classics
    EAN: 5060385450154
     

    Boston an der amerikanischen Ostküste gilt als europäischste Stadt in den USA. Die Harvard University ist weltberühmt – aus der 1837 gegründeten Harvard Musical Association gingen auch die Gründungsmitglieder des Boston Symphony Orchestra hervor. Das zählt zu den Big Five. Die Komponisten unter den Mitgliedern des Clubs kann man nun auf der CD des Pianisten Artem Belogurov kennenlernen: American Romantics – The Boston Scene ist bei Piano Classics erschienen.

    In der Fuge zur Suite Nr. 1 in d-Moll von 1886 hört man Arthur Footes Beschäftigung mit der Musik Bachs. Foote war der erste, der sein Musikstudium in den USA mit einem Master abschloss. Der erste Musikprofessor an einer amerikanischen Universität war John Knowles Paine.

    Überschwängliche Freude ist spürbar bei Welcome Home aus John Knowles Paines op. 26 In the Country. George Whitefiled Chadwick gehört zur zweiten Komponistengeneration. In seiner Humoreske Les grenouilles hört man Frösche quaken und hüpfen.

    Chadwick hatte bei Rheinberger in München studiert, bei dem auch sein Student Arthur Whiting sein Studium fortsetzte. 1895 veröffentlichte er seine Bagatellen.

    Alle hier aufgenommenen Charakterstücke aus Neu England sind bezaubernde, spätromantische Kleinode, oft für den Hausgebrauch geschrieben. Sie skizzieren Stimmungen, Landschaften oder bekannte Gestalten wie den Narziss von Ethelbert Nervin.

    Der aus Riga stammende Artem Belogurov ist durch sein Studium am New England Conservatory mit der Bostoner Szene verbunden. Feinsinnig und elegant hat er die Miniaturen (die längste dauert knapp 9 Minuten und stammt von Margaret Ruthven Lang) auf einem Chickering Flügel von etwa 1873  eingespielt – eine Entdeckung! (mvh)

    • Samstag, 20. Dezember 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 21. Dezember 2014, 09.35 Uhr.


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