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Sonntag, 1. Februar 2015



CD der Woche-Archiv


© cpo

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  •   Alphons Diepenbrocks Orchesterlieder.

    Alphons Diepenbrock: Orchesterlieder
    Interpret(en): Hans Christoph Begemann, Sinfonieorchester St. Gallen, Otto Tausk
    Label: cpo
    EAN: 0761203783625
     
    St. Gallen ist mit rund 75000 Einwohnern Hauptstadt des gleichnamigen Kantons der Ostschweiz. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts rief dort die musikbegeisterte Bürgerschaft eine Tradition von Konzertveranstaltungen ins Leben, in deren Verlauf Franz Liszt und Richard Wagner ihr erstes gemeinsames Konzert als Dirigenten gaben. 1877 wurde dann das Sinfonieorchester St. Gallen gegründet. Dessen neue CD ist gerade bei cpo erschienen mit Orchesterliedern von Alphons Diepenbrock.

    Seit 2 Jahren ist der Niederländer Otto Tausk Chefdirigent in St. Gallen. Nach einer CD mit Orchesterliedern von Hans Pfitzner setzen er und der Bariton Hans Christoph Begemann ihre Zusammenarbeit nun mit Musik des niederländischen Spätromantikers Alphons Diepenbrock fort.

    Als Sohn einer intellektuellen Amsterdamer Katholikenfamilie hatte Alphons Diepenbrock über das Leben Senecas promoviert und verdiente seinen Lebensunterhalt als Privatlehrer für Griechisch und Latein. Er war ein kompositorischer Autodidakt, der vor allem Vokalmusik liebte.

    Alphons Diepenbrocks Musik wurde regelmäßig vom besten Orchester des Landes aufgeführt. Mit dessen Dirigent Willem Mengelberg war er ebenso befreundet wie mit Gustav Mahler, der von Diepenbrocks Orchesterliedern beeindruckt war.

    Im Zentrum dieser CD stehen die Vertonung von Novalis‘ Hymne an die Nacht und Friedrich Nietzsches Im großen Schweigen. Außerdem singt Hans Christoph Begemann drei kleinere Lieder nach Texten von Goethe, Heine und Verlaine. Das Sinfonieorchester St. Gallen unter Otto Tausk bietet auch in der Hymne für Orchester den großen romantischen Ton. (mvh)

    • Samstag, 31. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 01. Februar 2015, 09.35 Uhr.


    © oehms classics

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  •   Pater noster.

    Pater Noster
    Interpret(en): Salzburger Bachchor, Alois Glassner
    Label: Oehms Classics
    EAN: 4260330918178
     

    Der 1984 gegründete Salzburger Bachchor gehört zu den führenden Vokalensembles in Österreich. Seit 2003 wird er von Alois Glaßner geleitet. Bei Oehms classics ist gerade die neue CD erschienen mit geistlicher Chormusik aus fünf Jahrhunderten: Pater Noster.

    Von der Renaissance bis heute, vom Lateinischen und Deutschen bis hin zum Slawischen – das Vaterunser ist das universellste Gebet der Christenheit.

    Maurice Duruflés aus wenigen Akkorden bestehende Version ist mit eineinhalb Minuten die kürzeste. Am spannendsten in seiner Vielgestaltigkeit ist der 13 minütige große Bogen, den der österreichische Komponist Wolfram Wagner schafft.

    Manche Komponisten wie Giuseppe Verdi verwendeten absichtlich nicht den lateinischen Text, um näher bei den Menschen zu sein. Auch ein Volksgesang aus Niederösterreich ist dabei, wie er in der Region zu Wallfahrten gesungen wird.

    Einflüsse früherer Epochen wie der Gregorianik oder der venezianischen Mehrchörigkeit sind später noch häufig anzutreffen.

    Um den Höreindruck abzurunden singt der Salzburger Bachchor neben den Vaterunser-Vertonungen auch Kompositionen über Marientexte. (mvh)

    • Samstag, 24. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 25. Jänner 2015, 09.35 Uhr.


    © deutsche harmonia mundi

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  •   Jean-Marie Leclair.

    Jean-Marie Leclair: Konzerte
    Interpret(en): Camerata Köln
    Label: dhm
    EAN: 0888750162229
     
    Das F-Dur Konzert von Jean-Marie Leclair strahlt eine Grandezza und Frische aus, als könne man auf einmal freier atmen. Das muss wohl für die französischen Komponisten nach dem Tod von Ludwig XIV auch so gewesen sein. Endlich war es möglich, den Horizont zu erweitern und moderner, aufgeklärter und individueller zu komponieren.

    Der 1697 geborene Jean-Marie Leclair war im Violinspiel und im Ballett ausgebildet und begann seine Karriere als Tänzer und Ballettmeister in Lyon, bevor es ihn nach Italien zog. Das früheste Stück der CD, ein Trio für Flöte, Gambe und Basso continuo zeigt viele Anklänge aus der Welt des französischen Balletts.

    In Turin vervollkommnete Leclair sein Violinspiel bei einem Schüler Arcangelo Corellis und kam auch in Kontakt mit Johann Joachim Quantz. Er konnte also die italienische und die deutsche Art an der Quelle studieren und sie dann einbringen in seine elegante, grazil-virtuose französische Ausdrucksweise.

    Jean-Marie Leclairs 1737 in Paris gedrucktes Opus 7, zu dem drei der hier eingespielten Konzerte gehören, ist ein gutes Beispiel für den neuen Stil des vermischten Geschmacks. Lebendig musizieren die vorzüglichen Musiker der Camerata Köln und gestalten feine, klare Linien – wunderschön! (mvh)

    • Samstag, 17. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 18. Jänner 2015, 09.35 Uhr.


    © Sony Classical

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  •   Le Belle Immagini.

    C. W. Gluck: Le Belle Immagini
    Interpret(en): Valer Sabadus, Hofkapelle München, Alessandro de Marchi
    Label: Sony
    EAN: 0888430192423
     

    Mit seinen 28 Jahren ist der aus dem rumänischen Banat stammende Valer Barna-Sabadus bereits ein international gefragter Countertenor. Mittlerweile nennt er sich nur noch Valer Sabadus und hat einen Exklusivvertrag mit Sony. Le Belle Immagini heißt seine dort erschienene Solo-CD.

    In Glucks titelgebender Arie Le belle immagini d’un dolce amor träumt Paris von der Liebe, doch es plagen ihn auch Selbstzweifel. Es ist die einzige Partie, die Gluck original für Giuseppe Millico komponiert hat. Andere hat er für den Soprankastraten transponiert, darunter den Orfeo, der Euridice hinreißend um Antwort anfleht.

    Maria Theresia beauftragte Gluck mit der Festoper zur Hochzeit des Herzogs von Parma mit ihrer Tochter Maria Amalia. Die wünschte sich Orfeo. In Parma traf der Wiener Hofkomponist auf den Soprankastraten Millico – der betörte von nun an mit der umgestalteten Fassung in ganz Europa die Furien der Unterwelt – in dieser Aufnahme gesungen vom exzellenten Chor des Bayerischen Rundfunks.

    Millico war auch der Star in Antonio Sacchinis erfolgreicher Londoner Oper Il Cid. Als Rodrigo konnte er sowohl seinem Ideal, dem natürlichen, ausdrucksvollen Cantabile entsprechen, als auch in virtuosen Koloraturen glänzen.

    Die helle, klare Stimme von Valer Sabadus wirkt schwerelos wie Lichtstrahlen. Dazu und in einigen Stücken auch allein die vorzüglich spielende Hofkapelle München unter der Leitung von Alessandro de Marchi – ein Genuß. (mvh)

    • Samstag, 10. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 11. Jänner 2015, 09.35 Uhr.


    © cpo

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  •   Radiomusik.

    Suites & Overtures for the Radio
    Interpret(en): Orchester der Staatsoperette Dresden, Ernst Theis
    Label: cpo
    EAN: 761203783823
     

    Haben Sie schon einmal Musik aus dem Radio, die gerade sehr leise war, lauter gestellt, nur um dann im nächsten Moment wieder leiser stellen zu müssen? Die dynamische Differenziertheit aber auch die Dauer mancher klassischer Werke ist für ein Medium wie das Radio eine Herausforderung. Der wollte man sich Anfang des 20. Jahrhunderts mit sogenannten Radiomusiken stellen. Eine Doppel-CD mit Aufnahmen des Orchesters der Staatsoperette Dresden unter Ernst Theis ist jetzt bei cpo erschienen.

    Heute würde man Eduard Künneke wohl ein One-Hit-Wonder nennen. Die Operette Der Vetter aus Dingsda von 1921 ist sein bekanntestes Werk. Komponiert hat er aber weit mehr, darunter die Tänzerische Suite, die eine Jazz-Band in ein sinfonisches Orchester integriert.

    Entstanden ist diese herrliche, damals sogar von den Berliner Philharmonikern aufgeführte Musik als Auftragswerk für den Berliner Rundfunk. Das Radio war noch neu und man wollte sich den technischen Möglichkeiten und Erfordernissen anpassen. Max Butting wurde 1929 als Lehrer für Rundfunkkomposition an die Rundfunkversuchsstelle berufen.

    Die Bandbreite an Emotionen, die das neue Medium hervorrief, reichte von Faszination bis Angst. Max Butting formulierte die wichtigsten Anforderungen an die Rundfunkmusik: Kurz, allgemeinverständlich, wirkungsvoll. Walter Braunfels berücksichtigt diese Punkte in seinem Divertimento für kleines Orchester.

    Das Orchester der Staatsoperette Dresden hat unter seinem Chefdirigenten Ernst Theis und mit viel fachkundiger Unterstützung ganze Arbeit geleistet, um diese weitgehend vergessene, aber hörenswerte Musik wieder einem Publikum zugänglich zu machen. (mvh)

    • Samstag, 3. Jänner 2015, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 4. Jänner 2015, 09.35 Uhr.

     


    © Claves

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  •   Abbado und das Orchestra Mozart.

    Mozart & Haydn

    Interpret(en): Orchestra Mozart, Claudio Abbado
    Label: Claves
    EAN: 7619931130224
     

    Er kam nicht unerwartet und doch war der Tod von Claudio Abbado zu Beginn des Jahres ein Schock für die Musikwelt. Insbesondere für seine Musiker, mit denen er noch viele Pläne gehabt hatte. Nun ist bei Claves Records eine seiner letzten Aufnahmen mit dem Orchestra Mozart erschienen.

    Duftig und locker wie ein zartes Soufflé wirkt hier der Anfang von Mozarts Oboenkonzert. Viele Orchester hat Claudio Abbado gegründet, zuletzt 2004 in Bologna das Orchestra Mozart, mit dem er in diesem Jahr auch posthum den ECHO Klassik verliehen bekam. Die vorliegende Aufnahme entstand als Geschenk für die Solisten des Orchesters, darunter der wunderbare Oboist Lucas Macías Navarro.

    Was für ein schöner Ton! Der Spanier Lucas Macías Navarro ist Solo-Oboist des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam sowie beim Lucerne Festival Orchestra und hat eine Professur an der Hochschule für Musik Freiburg.

    Mozarts Oboenkonzert und die Sinfonia Concertante von Joseph Haydn - die beiden Werke auf dieser CD scheinen wie geschaffen für einen heiteren, warmherzigen und gelassenen Abgang von der Bühne nach einem reichen und erfüllten Künstlerleben.

    Die Kehrseite der engen Verbindung mit Claudio Abbado darf in diesem Fall nicht verschwiegen werden: Am 10. Jänner 2014, 10 Tage vor Abbados Tod, hat das hier noch so lebendig klingende Orchestra Mozart seine Arbeit eingestellt. Die CD dokumentiert eine besondere musikalische Partnerschaft. (mvh)

    • Samstag, 27. Dezember 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 28. Dezember 2014, 09.35 Uhr.


    © Piano Classics

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  •   American Romantics - The Boston Scene.

    American Classics: The Boston Scene
    Interpret(en): Artem Belogurov
    Label: Piano Classics
    EAN: 5060385450154
     

    Boston an der amerikanischen Ostküste gilt als europäischste Stadt in den USA. Die Harvard University ist weltberühmt – aus der 1837 gegründeten Harvard Musical Association gingen auch die Gründungsmitglieder des Boston Symphony Orchestra hervor. Das zählt zu den Big Five. Die Komponisten unter den Mitgliedern des Clubs kann man nun auf der CD des Pianisten Artem Belogurov kennenlernen: American Romantics – The Boston Scene ist bei Piano Classics erschienen.

    In der Fuge zur Suite Nr. 1 in d-Moll von 1886 hört man Arthur Footes Beschäftigung mit der Musik Bachs. Foote war der erste, der sein Musikstudium in den USA mit einem Master abschloss. Der erste Musikprofessor an einer amerikanischen Universität war John Knowles Paine.

    Überschwängliche Freude ist spürbar bei Welcome Home aus John Knowles Paines op. 26 In the Country. George Whitefiled Chadwick gehört zur zweiten Komponistengeneration. In seiner Humoreske Les grenouilles hört man Frösche quaken und hüpfen.

    Chadwick hatte bei Rheinberger in München studiert, bei dem auch sein Student Arthur Whiting sein Studium fortsetzte. 1895 veröffentlichte er seine Bagatellen.

    Alle hier aufgenommenen Charakterstücke aus Neu England sind bezaubernde, spätromantische Kleinode, oft für den Hausgebrauch geschrieben. Sie skizzieren Stimmungen, Landschaften oder bekannte Gestalten wie den Narziss von Ethelbert Nervin.

    Der aus Riga stammende Artem Belogurov ist durch sein Studium am New England Conservatory mit der Bostoner Szene verbunden. Feinsinnig und elegant hat er die Miniaturen (die längste dauert knapp 9 Minuten und stammt von Margaret Ruthven Lang) auf einem Chickering Flügel von etwa 1873  eingespielt – eine Entdeckung! (mvh)

    • Samstag, 20. Dezember 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 21. Dezember 2014, 09.35 Uhr.


    © Sony Classical

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  •   Daniel Behle - Winterreise.

    Schubert: Winterreise
    Interpret(en): Daniel Behle, Oliver Schnyder Trio
    Label: Sony
    EAN: 0888837882323

    Die Winterreise von Franz Schubert nach Texten von Wilhelm Müller gehört zu den wichtigsten Liederzyklen – entsprechend groß ist die Auswahl an vorhandenen Aufnahmen. Doch ab und zu erscheint eine neue, die es wert ist, gehört zu werden – so wie im Fall von Daniel Behle, der die Winterreise für Sony classical gemeinsam mit dem Oliver Schnyder Trio aufgenommen hat.

    Cello und Violine fahren den ersten Staccato Tönen des Pianos scharf dazwischen, dass es einen fröstelt. Tränen laufen dem einsam Trauernden übers Gesicht, ohne dass er sie bemerkt, und gefrieren sofort. Verstärkt wird die klirrende Kälte noch durch den eisigen Wind.

    Daniel Behle, der Komposition studierte, bevor er Sänger wurde, hat die Winterreise gleich zweimal aufgenommen: Einmal original mit Klavierbegleitung und einmal in seiner eigenen Bearbeitung für Klaviertrio. Dabei ist er sehr behutsam vorgegangen, die Klavierstimme blieb weitgehend unverändert, die beiden Streicher kommen dezent aber effektvoll zum Einsatz.

    Mit Akzenten, Begleitfiguren, Tremolos, Pizzicati oder Flageoletts gestalten die Streicher in Daniel Behles Trio-Version die Natur plastischer oder verdeutlichen wesentliche innere Momente. Dabei entsteht auch eine reizvolle moderne Komponente, die sich gut in Schuberts Tonsprache einfügt.

    Daniel Behle ist eine besonders hörenswerte eigene Version der Winterreise gelungen, bei der ihn das Oliver Schnyder Trio mit Andreas Janke, Violine und Benjamin Nyffenegger, Violoncello einfühlsam begleitet. Auch die Originalversion zeigt Daniel Behle und den Pianisten Oliver Schnyder als fein differenzierende Lied-Partner. (mvh)

    • Samstag, 13. Dezember 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 14. Dezember 2014, 09.35 Uhr.


    © Erato

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  •   A 90th Birthday Celebration.

    A 90th Birthday Celebration
    Interpret(en): Menahem Pressler, Quatuor Ebène
    Label: Erato
    EAN: 0825646259649
     

    Was für ein langes und erlebnisreiches Leben! Menahem Pressler wurde am 16. Dezember 1923 in Magdeburg geboren, von wo er 1939 nach Palästina floh. Seit Ende des Krieges lebt er in den USA.

    Als Enkelschüler von Ferruccio Busoni konzertierte Menahem Pressler privat für Alma Mahler, musizierte mit Jascha Heifetz und gewann 1946 den ersten Preis beim Debussy-Wettbewerb unter dem Vorsitz von Darius Milhaud. Bevor er 1955 das Beaux Arts Trio gründete, trat er als Solist auf und spielte unter Dirigenten wie Bruno Walter, George Szell, Eugene Ormandy und Dimitry Mitropoulos.

    53 Jahre lang war Menahem Pressler die konstante Kraft des Beaux Arts Trios. Daniel Hope, der letzte Geiger des Trios resümierte: „Es gab fünf Geiger, drei Cellisten – aber nur einen Menahem Pressler“. Dieser einzigartige Pianist hat in 90 Jahren nur einmal ein paar Tage Urlaub genommen – das Musizieren ist einfach sein Leben.

    Das auf CD und DVD dokumentierte Konzert zum 90. Geburtstag mit Freunden wie dem hervorragenden Quatuor Ebène, Kontrabassist Benjamin Berlioz und Tenor Christoph Prégardien ist eine große Freude: so lebendig, so feinfühlend und elegant, so frisch und energiegeladen kann man mit 90 Jahren sein! (mvh)

    • Samstag, 6. Dezember 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 7. Dezember 2014, 09.35 Uhr.


    © Simon Fowler ERATO

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  •   Lucia di Lammermoor.

    Donizetti: Lucia di Lammermoor
    Interpret(en): Diana Damrau, Joseph Calleja, Ludovic Tézier, Nicolas Testé, Münchner Opernchor & Orchester, Jesús López-Cobos
    Label: Erato
    EAN: 0825646219018

    Gaetano Donizettis 48. vollendete Oper Lucia di Lammermoor wurde sein größter Erfolg. Die 1835 in Neapel uraufgeführte Oper enthält eine der berühmtesten Wahnsinnsszenen der Operngeschichte.

    Fünf Jahre Erfahrung auf den internationalen Opernbühnen mit der Rolle der Lucia di Lammermoor hat Diana Damrau – und entsprechend souverän und ausdrucksstark gibt sie die junge Frau, die wahnsinnig wird, als sie einen anderen als den von ihr geliebten Mann heiraten muss und in der Hochzeitsnacht zuerst ihren Gatten umbringt und dann selbst stirbt. Da funkeln die Koloraturen, da glänzen die Pianissimo-Stellen.

    Sascha Reckert ist Diana Damraus bevorzugte Glasharmonika-Begleitung für die Wahnsinnsszene. Ein weiterer Traumpartner ist Joseph Calleja als verzweifelnder Geliebter Edgardo – sprühend vor tenoraler Pracht, gilt er als derzeit führend in dieser Rolle.

    Das Ensemble komplettieren Ludovic Tézier als Lucias Bruder Enrico, Nicolas Testé als ihr Erzieher Raimondo, Marie Mc Laughlin als ihre Kammerdame Alisa, David Lee als ungeliebter Arturo sowie Andrew Lepri Meyer als Hauptmann. Die musikalische Leitung dieses live-Mitschnitts aus der Münchner Philharmonie vom Juli 2013 hat Jesús López- Cobos. (mvh)

    • Samstag, 29. November 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 30. November 2014, 09.35 Uhr.


    © Erato

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  •   Händels Messias.

    Händel: Messiah
    Interpret(en): Le Concert d'Astrée, Ch?ur et Orchestre, Emmanuelle Haïm
    Label: Erato
    EAN: 0825646240555
     

    Mit hochkultivierter britischer Eleganz bei gleichzeitig größtmöglicher Natürlichkeit singt der Tenor Andrew Staples. Der erste Eindruck der Solisten, die Emmanuelle Haïm für ihre Aufnahme des Messias von Georg Friedrich Händel engagiert hat, bestätigt sich bei jedem, der hinzukommt. Dazu gehört auch der Countertenor Tim Mead.

    Weich verströmt sich das Timbre des jungen Countertenors in wunderbaren Linien. Christopher Purves‘ kraftvoller, reifer Bass beeindruckt  am allermeisten im leisesten Moment, wenn es um das Geheimnis der Auferstehung geht.

    Schlank und wendig jubiliert der Sopran von Lucy Crowe zur Geburt Christi und zeichnet so eine anmutige Vorstellung von der Hoffnung auf himmlisch-friedliche Zeiten.

    Transparent, klar und fein differenziert führt Emmanuelle Haïm ihr Ensemble Le Concert d’Astrée. Auch der Chor besteht aus britischen Sängerinnen und Sängern, die mit Händels kunstvoller, strahlend schöner Musik bestens vertraut sind. Eine rundum beglückende Aufnahme! (mvh)

    • Samstag, 22. November 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 23. November 2014, 09.35 Uhr.


    © Sony Classical

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  •   Rameau: The Sound of Light.

    Rameau: The Sound of Light
    Interpret(en): Nadine Koutcher, Alexei Svetov, Musicaeterna, Teodor Currentzis
    Label: Sony
    EAN: 0888430825727

    Für seine zupackende, wilde Art ist Teodor Currentzis ebenso bekannt wie für sein exzentrisches Wesen und seine eigenwillige Arbeitsweise. Deshalb hat es den Griechen nach Sibirien verschlagen – und alle, die mit ihm Aufnehmen wollen gleich mit: die Musiker des Ensemble MusicAeterna wie auch die Solisten seiner Projekte – und die Techniker.

    Rund 1200 km nordöstlich von Moskau liegt die Millionenstadt Perm. Dort an der Oper kann Teodor Currentzis bis tief in die Nacht hinein proben, bis alles haargenau so ist, wie er es will. Sein Ensemble MusicAeterna besteht aus jungen Spitzenmusikern, die sein Musikverständnis und seine Leidenschaft teilen.

    Eine herrliche Pianokultur hat die Sopranistin Nadine Koutcher zu bieten. Die zarten Stellen sind bei Currentzis ganz besonders zart, damit der Kontrast noch schärfer wird, wenn er extreme Akzente setzt. Mut zur Hässlichkeit braucht hingegen die Partie der Narrheit aus Platée.

    Ouvertüren, Stürme, Präludien, Tänze und Arien - 18 ganz unterschiedliche Momente aus zehn Werken von Jean-Philippe Rameau präsentiert Teodor Currentzis unter dem Motto „Der Klang des Lichts“. Eine Einladung zum Kennenlernen, die man nicht ausschlagen sollte. (mvh)

    • Samstag, 15. November 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 16. November 2014, 09.35 Uhr.


    © Gramola

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  •   Gregorio Allegri: Miserere.

    Gregorio Allegri: Miserere
    Interpret(en): Michael Krenn, Chorus sine nomine, Johannes Hiemetsberger
    Label: Gramola
    EAN: 9003643990272

    Die Otto Wagner Kirche am Steinhof ist von vielen Stellen Wiens aus gut an ihrer imposanten goldenen Kuppel zu erkennen. Hier hat der Chorus sine nomine im Mai diesen Jahres eine besondere CD aufgenommen: das Miserere von Gregorio Allegri in einem Arrangement für Saxophon und drei Chöre a cappella.

    Das Miserere von Gregorio Allegri ist eine Vertonung des 51. Psalms und galt lange als Höhepunkt der Karwoche in der Sixtinischen Kapelle. In der Tenebrae-Liturgie wurden nacheinander 27 Kerzen gelöscht, bis nur noch eine brannte. Dann betete der Papst vor dem Altar kniend, während das Miserere erklang.

    Bis 1770 existierten nur drei Kopien der Komposition, denn das Kopieren war unter Androhung der Exkommunikation verboten. Doch die Wirkung des Werks entstand durch die improvisatorische Gestaltung der Oberstimme, diese Verzierungskunst wurde mündlich überliefert. Den Freiraum nützt in dieser Aufnahme auch der Saxophonist Michael Krenn.

    Die Idee zu einem Arrangement für Saxophon und drei Chöre a cappella stammt von Vladimir Ivanoff. Der Musiker und Musikwissenschaftler ist als Leiter des Ensemble Sarband bekannt für seine Vermittlung zwischen vergangenen Kulturen und der Gegenwart. Beeindruckend, wie die Stimmen und das Saxophon punktuell miteinander verschmelzen.

    Der junge Saxophonist Michael Krenn, die Gesangssolisten Martina Daxböck und Barbara Schandl (Sopran), Maximilian Riebl (Altus) und Malte Puls (Bass) sowie der Chorus sine nomine unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger haben eine vorzüglich intonierte, zeitlos und stimmungsvoll wirkende Interpretation des Miserere von Gregorio Allegri aufgenommen. (mvh)

    • Samstag, 8. November 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 9. November 2014, 09.35 Uhr.


    © naive

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  •   Mozart Requiem.

    Mozart Requiem
    Interpret(en): Accentus, Insula Orchestra, Laurence Equilbey
    Label: naïve
    EAN: 0822186053706
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    Auch heute noch gibt es nur sehr wenige international bekannte Dirigentinnen – Laurence Equilbey ist eine davon. Studiert hat die 52- jährige Französin bei den großen Dirigiermeistern: Nikolaus Harnoncourt, Eric Ericson und Jorma Panula. Vor 23 Jahren hat sie den Kammerchor Accentus gegründet, der im Mozart-Requiem eindrucksvoll sein Können beweist.

    Vor zwei Jahren folgte die Gründung des Insula Orchestra. Der Name des Orchesters, Insula, bedeutet in diesem Fall Inselrinde, also der Teil des Gehirns, wo vermutlich die emotionale Wahrnehmung zu lokalisieren ist, die zu Bewusstsein führt. Auf Originalinstrumenten widmen sich die jungen Musiker Werken der Klassik und Romantik. Das Mozart-Requiem ist die Debüt-CD des Insula Orchestra.

    Frisch klingt das Insula Orchestra, wohl akzentuiert und fein ausbalanciert. Laurence Equilbey phrasiert elegant und sorgt für ein lebendiges, harmonisches Ganzes ohne Extreme. Dazu gehören natürlich auch die exzellenten Solisten: Sandrine Piau, Sopran, Sara Mingardo, Alt, Werner Güra, Tenor sowie Christopher Purves, Bass-Bariton.

    Das Requiem in d-Moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart gehört zweifellos zu den zeitlosen Juwelen der Musikgeschichte, die man wieder und wieder hören kann. Wer eine aktuelle, stimmige Aufnahme sucht, dem sei diese hier empfohlen. (mvh)

    • Samstag, 1. November 2014, 09.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 2. November 2014, 09.35 Uhr.


    © Sony Classical

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  •   Lang Lang, Harnoncourt und Mozart.

    The Mozart Album
    Interpret(en): Lang Lang, Wiener Philharmoniker, Nikolaus Harnoncourt
    Label: Sony Classical
    EAN: 0888430825222
     
    Natürlich fällt sofort das Tempo auf – Nikolaus Harnoncourt geht den ersten Satz des c-Moll Konzerts K 491 deutlich langsamer an als alle anderen. Eine düster dräuende Atmosphäre muss sich hier erst wie Nebelschwaden ein wenig lichten, bevor die Wiener Philharmoniker an Fahrt aufnehmen, ihr Spiel an Strahlkraft gewinnt und schließlich das Klavier einsetzt.

    Erstmals hat Lang Lang Konzerte von Wolfgang Amadeus Mozart aufgenommen. Neben dem c-Moll Konzert wurde auch das G-Dur Konzert K 453 sozusagen bei den Wiener Philharmonikern “zuhause“, also im Musikverein eingespielt – im April 2014.

    Die Solosonaten auf der zweiten CD entstanden als Mitschnitt eines Konzerts in der Londoner Royal Albert Hall 2013. Lang Langs Verbindung zu Mozarts Sonaten reicht weit zurück, KV 330 gab dem Neunjährigen in einer ersten existenziellen Krise wieder Hoffnung. Leider ist diese Sonate nicht unter den aufgenommenen K 282, 283 und 310.

    Für seine Verdienste um die historische Aufführungspraxis wird in diesen Tagen Nikolaus Harnoncourt mit dem ECHO Klassik für sein Lebenswerk geehrt. Dass der fast 85-Jährige mit den Wiener Philharmonikern und Lang Lang Klavierkonzerte von Mozart aufgenommen hat, zeugt von gegenseitiger Offenheit und Neugier. (mvh)

    • Samstag, 25. Oktober 2014, 07.35 und 17.15 Uhr.
    • Sonntag, 26. Oktober 2014, 09.35 Uhr.


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