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Sonntag, 16. Dezember 2018



Operettenfenster-Archiv


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  Der Rastelbinder.

Als "Der Rastelbinder" im Jahr 1902 Premiere feierte, war Starlibrettist Victor Léon weitaus berühmter als der Komponist dieser Operette, ein junger Ungar, der erst kurz zuvor seinen Dienst als Militärkapellmeister in der k.u.k. Armee quittiert hatte, um an das Theater an der Wien zu gehen: Franz Lehár. Der Riesenerfolg des "Rastelbinders" verhalf Lehár zu den ersten Ruhmeslorbeeren - ein eindrucksvoller Startschuss für seine Karriere als Operettenmaestro.
In unserer Aufnahme zaubert Hans Graf die Lehárschen Melodien mit dem Radio-Sinfonieorchester Wien gekonnt aus dem Dirigentenärmel; Helga Papouschek als Mizzi, Elfie Hobarth als Suza und Heinz Zednik als Janku versetzen stimmlich in das Wien der Habsburgerzeit. Unübertroffen in der Rolle als fahrender Händler Pfefferkorn: Bühnenlegende Fritz Muliar.

  • Sonntag, 8. Februar 2015, 13.13 Uhr.


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  Eine Nacht in Venedig.

Anfang der 1880er Jahre hatte Johann Strauß die Qual der Wahl als ihm die Librettisten Friedrich Zell und Richard Genée gleich zwei vielversprechende Textbücher für eine neue Operette anboten: "Eine Nacht in Venedig" und "Der Bettelstudent". Strauß entschied sich für das italienische Sujet und überließ seinem Kollegen Carl Millöcker das polnische - erfolgreich wurden beide. Der Gemischte Chor und das Große Operetten-Orchester unter Franz Marszalek begleiten die fröhlich-frivole Handlung sowie die motivierte Sängerschar, angeführt von dem Operettenpaar der 1950er Jahre: Rita Streich und Peter Anders. In weiteren Rollen Ruth Weigelt, Willy Hofmann und Lucie Schulz.

  • Sonntag, 1. Februar 2015, 13.13 Uhr.


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  Der Bettelstudent.

1882 gelang Carl Millöcker mit "Der Bettelstudent" ein schwungvoller Geniestreich der Operettengeschichte. Schwungvoll ließ das Librettistengespann Genée-Zell auch die Handlung beginnen - und zwar mit einem Schlag in das Gesicht von Oberst Ollendorf (Gustav Neidlinger)! Dabei hatte dieser die polnische Komtesse Laura Nowalska (Erika Köth) "ja nur auf die Schulter geküsst". Aus Rache an dem unzugänglichen Fräulein ersinnt er einen Plan, mit dem er sie und ihre Familie in aller Öffentlichkeit demütigen kann. Als Gehilfen erwählt er einen armen Bettelstudenten namens Symon Rymanowicz (Rudolf Schock) und einen angeblichen Studenten (Fritz Wunderlich in der Rolle des Jan Janicki). Pultchef Werner Schmidt-Boelcke trotzt der verwickelten Handlung und sorgt für eine taktvolle musikalische Untermalung. An seiner Seite: die Berliner Symphoniker, der Günther-Arndt-Chor sowie Hertha Töpper als Palmatica und Liselotte Schmidt als Bronislawa.

  • Sonntag, 25. Jänner 2015, 13.13 Uhr.


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  Die lustigen Nibelungen.

Ein schmalbrüstiger König Gunther von Burgund (Martin Gantner), der sich nicht und nicht gegen seine hünenhafte Walkürengattin Brunhilde von Isenland (Gudrun Volkert) durchzusetzen vermag, die erst durch eine kleine Prügelei vor dem Zubettgehen so richtig in Stimmung kommt? Ein Drachentöter und Lebemann (Michael Nowak als Siegfried von Niederland), der selbst Probleme mit seiner Kriemhild (Lisa Griffith) hat? Ja, das gibt es alles in der Wagner-Persiflage "Die lustigen Nibelungen" von Oscar Straus. Gemeinsam mit Librettist Rideamus lässt Straus seine Progatonisten fröhlich lügen, betrügen und brandschatzen was das Zeug hält. Wagner einmal anders... oder doch nicht so weit entfernt vom Original? Das Kölner Rundfunkorchester begleitet das muntere Treiben, Dirigent Siegfried Köhler zieht im Hintergrund die Fäden.

  • Sonntag, 18. Jänner 2015, 13.13 Uhr.


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  Gräfin Mariza.

In Operetten wimmelt es oft von adeligen Frauen - von der Königin bis zur Fürstin ist da alles vertreten was (Operetten)Rang und Namen hat. Eine der populärsten Gräfinnen der Operettengeschichte tritt uns mit Emmerich Kálmán"Gräfin Mariza" (hier meisterhaft verkörpert von Sena Jurinac) entgegen. Diese Dame hat ungarisches Blut in den Adern, ist launisch und verführerisch zugleich - kein Wunder, dass ihr Graf Tassilo (Karl Terkal) mit Haut und Haaren verfällt. Wird er es schaffen, ihr Herz zu gewinnen? Wilhelm Stephan feuert Chor und Orchester des Nordwestdeutschen Rundfunks Hamburg zu Glanzleistungen an; Anneliese Rothenberger (als Lisa) und Rupert Glawitsch (als Baron Zsupan) bringen auch das Blut von Nichtungarn in Wallung.

  • Sonntag, 11. Jänner 2015, 13.13 Uhr.


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  Der fidele Bauer.

Die Operette "Der fidele Bauer" von Leo Fall verzauberte bereits bei ihrer Uraufführung im Jahr 1907 das Publikum - damals mit niemand Geringerem als Robert Stolz am Dirigentenpult. In unserer Einspielung führt Carl Michalski das Symphonie-Orchester Graunke und die Singgemeinschaft Rudolf Lamy durch das Geschehen und lässt sich auch von den schlimmsten familiären Streitigkeiten nicht aus der Ruhe bringen.

Der arme Bauer Matthäus Scheichelroither (Benno Kusche) hat es aber wirklich nicht leicht. Da schickt man seinen Sohn (Fritz Wunderlich) zum Theologiestudium in die Stadt und was passiert? Der kommt statt als Priester als Arzt zurück und hat nichts Besseres zu tun als seine ärmliche Herkunft zu verleugnen! Wird dem armen Bauern da seine geliebte Zipfelhaub'n helfen können?
Sängerische Unterstützung erhält er jedenfalls von Heinz Maria Lins als reichem Bauern Lindoberer, Heinz Hoppe als dessen Sohn Vincenz und Brigitte Fassbaender in der Rolle der roten Lisi, die ihrem kleinen Sohn Heinerle jeden Wunsch mit den Worten "Heinerle, Heinerle, hab‘ kei Geld" abschlagen muss. Eine musikalische Perle aus der Silbernen Operettenära!

  • Sonntag, 4. Jänner 2015, 13.13 Uhr.


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  My fair lady.

Das Jahr 2014 lassen wir mit dem Musicalklassiker "My fair lady" von Frederick Loewe ausklingen. In unserer Aufnahme der von Gerhard Bronner erstellten Wiener Fassung von 1969 streiten, schimpfen und natürlich singen die heimischen Publikumslieblinge Josef Meinrad als arrogant-blasierter Phonetik-Professor Henry Higgins, Gabriele Jacoby als "anständig's Mad'l" Eliza Doolittle und Hugo Gottschlich als Elizas trinkfreudiger Vater Alfred P. Doolittle. Doch wird Prof. Higgins jemals mehr in Eliza sehen als eine arme Blumenverkäuferin, die er nur einer Wette wegen zur Dame der Gesellschaft kostümiert hat? Johannes Fehring spornt jedenfalls das Orchester des Theaters an der Wien zu Höchstleistungen an, um Eliza in ihrem Bemühen um Anerkennung und Liebe zu unterstützen. Und wer weiß? Vielleicht verbirgt sich doch ein weicher Kern unter der harten Schale des strengen Prof. Higgins...

Den Hörerinnen und Hörern von Radio Stephansdom wünschen wir Alles Gute für das Neue Jahr bzw. wie es wohl bei Gerhard Bronner heißen würde: "aan Fingerhuat voi Glück"!

  • Sonntag, 28. Dezember 2014, 13.13 Uhr.


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  Wo die Lerche singt.

"Wo die Lerche singt" ist wahrlich ein echt ungarisches Werk des Operettenmaestros Franz Lehár: Nicht nur die Uraufführung 1918 fand in Budapest statt, sondern auch die Handlung spielt in der hiesigen ländlichen Idylle. Allerdings bezeichnet die titelgebende Lerche keinen Vogel, sondern das reizende Landmädchen Margit (Sieglinde Feldhofer) - die aber immerhin wie eine Lerche singen kann! Margit wird gleich von zwei jungen Männern verehrt, dem Bauernburschen Bodroghy Pista (Florian Resetarits) und dem Maler Sándor Zapolja (Jevgenij Tauntsov). Sándor hat zwar eine Freundin in der Stadt, Vilma Garamy (Miriam Portmann), aber so ein lieblich-naives Mädel vom Lande ist halt doch etwas anderes... Ob Margits Großvater Török Pál (Gerhard Ernst) verhindern kann, dass seine Enkelin ihn verlässt und in die Stadt zieht? Herzschmerz und Schmäh dieser Operette werden dank Marius Burkert gekonnt musikalisch vom Franz Lehár-Orchester und dem Chor des Lehár Festivals Bad Ischl begleitet.

  • Sonntag, 21. Dezember 2014, 13.13 Uhr.


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  Schwarzwaldmädel.

Vor seiner energischen Verehrerin (Margit Schramm als mannstolle Malwine) auf der Flucht, verschlägt es Hans (Rudolf Schock) ins idyllische St. Christoph im Schwarzwald. Dort lernt er nicht nur den ältlichen Domkapellmeister Blasius Römer (Fritz Ollendorff), sondern auch dessen hübsches Mündel, das reizende Bärbele (Lotte Schädle), kennen. Keine Frage, von wem er mehr beeindruckt ist... Dirigent Werner Schmidt-Boelcke und die Berliner Symphoniker schwelgen jedenfalls trotz der bald ausbrechenden Meinungsverschiedenheiten um die Gunst des "Schwarzwaldmädels" in den schönen Melodien, die Léon Jessel 1917 aufs Notenpapier zauberte. Berliner Operette wie sie leibt und lebt.

  • Sonntag, 14. Dezember 2014, 13.13 Uhr.


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  Das Dreimäderlhaus.

In der 1916 komponierten Operette "Das Dreimäderlhaus" von Heinrich Berté geht es biedermeierlich-gemütlich zu. Nur einer scheint im Wien der 1820er Jahre so gar nicht glücklich zu sein: der junge Komponist Franz Schubert (Peter Minich). Er hat sich in die Jüngste aus dem Dreimäderlhaus, in das süße Hannerl (Renate Holm) verliebt, doch mag diese nicht den lustigen Baron von Schober (Ernst Schütz) viel lieber als ihn? Statt sich seiner Angebeteten nun zu erklären, tut Schubert das, was er am Besten kann: er komponiert und lässt sein Herz durch die Musik sprechen. Aber ob Hannerl ihn auf diese Weise versteht? Die Schubert-Freunde Johann Michael Vogl (Heinz Holecek) und Moritz von Schwind (Wolfgang Schellenberg) sowie das Orchester des Theaters an der Wien unter der Leitung von Rudolf Bibl halten dem schüchternen Helden jedenfalls die Daumen.

  • Sonntag, 7. Dezember 2014, 13.13 Uhr.


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  Die schöne Helena.

Bei Jacques Offenbach geht es selbst in der griechischen Antike französisch galant zu. Im Mittelpunkt: die "Schöne Helena" (Anneliese Rothenberger). Diese ist zwar mit dem betagten Menelaos, König von Sparta (Ferry Gruber), verheiratet, lacht sich jedoch ungeniert den jungen Prinz Paris (Nicolai Gedda) an. Kann das junge Liebespaar dem mächtigen Menelaos entkommen? Das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks bleiben jedenfalls in dem folgenden turbulenten Intrigenspiel standhaft an der Seite ihres umsichtigen Dirigenten Willy Mattes - möge Göttervater Zeus mit ihnen sein!

  • Sonntag, 30. November 2014, 13.13 Uhr.


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  Die Rose von Stambul.

Mitten im Ersten Weltkrieg entführte Leo Fall sein Publikum musikalisch aus dem trüben Kriegsalltag in die heile Operettenwelt, genauer gesagt in die Türkei vor 1914. Hier findet Kondja Gül, besser bekannt als die "Rose von Stambul" (Melitta Muszely), ihre Welt allerdings so gar nicht heil. Sie ist seit Kindestagen Achmed Bey (Fritz Wunderlich) versprochen und was hilft es ihr da, dass sie den Sohn des konservativen Staatsministers gar nicht liebt? Geheiratet wird trotzdem! Bedeutet das nun das Ende ihrer Liebe zu dem freigeistigen französischen Schriftsteller André Léry?
Carl Michalski und das Bayerische Staatsorchester versuchen zu retten, was zu retten ist. Weitere Unterstützung kommt in Gestalt des jungen Berliners Fridolin (Harry Friedauer) und dessen türkischer Freundin Midili Hanum (Christine Görner). Bleibt die Frage: Können auch noch in einer 1916 entstandenen Operette arrangierte Ehen im Osmanischen Reich glücklich ausgehen...?

  • Sonntag, 23. November 2014, 13.13 Uhr.


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  Wiener Blut.

"Wiener Blut" ist zwar keine Originaloperette von Johann Strauß Sohn, dennoch blitzt der Charme des Walzerkönigs aus jeder Partiturseite. Die Librettisten Victor Léon und Leo Stein unterlegten der von Adolf Müller jun. aus 31 Strauß-Werken gebastelten Musik eine Handlung, die sich um die lebenslustige Wienerin Gabriele (Ursula Pfitzner) dreht, die von ihrem spießigem Ehemann Balduin Graf Zedlau (Christian Zenker) genug hat. Während sie sich mit Fürst Ypsheim-Gindelbach (Rolf Wollrad) tröstet, kommt Balduin der feschen Franziska Cagliari (Margareta Klobucar) näher. Kann diese ihm vielleicht beibringen was es heißt, "Wiener Blut" zu haben? Rudolf Bibl versucht jedenfalls gemeinsam mit dem Chor und Orchester der Seefestspiele Mörbisch die zerrüttete Ehe wieder zu kitten und allen zu beweisen: "Wiener Blut, Heiße Flut! Allerort - Gilt das Wort: Wiener Blut!"

  • Sonntag, 16. November 2014, 13.13 Uhr.


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  Fatinitza.

In der 1876 uraufgeführten Operette "Fatinitza" von Franz von Suppé geht es rund um das Türkenmädchen Fatinitza turbulent zu. Dabei gibt es nur ein Problem: es existiert eigentlich gar nicht. Unter ihrer Maske verbirgt sich Leutnant Wladimir (Stephanie Houtzeel macht in Kleid und Uniform gute Figur), der sich einerseits gegen die Avancen des alten Generals Kantschukoff (Steven Scheschareg) erwehren muss und andererseits eine Gelegenheit sucht, dessen Nichte Lydia (Zora Antonic) seine Liebe zu gestehen. Wer soll da noch die Übersicht bewahren? Ganz recht: Chor und Orchester des Lehár Festivals Bad Ischl unter der Leitung von Vinzenz Praxmarer! 

  • Sonntag, 9. November 2014, 13.13 Uhr.


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  Der Opernball.

Wer kennt sie nicht, die 1866 im Theater an der Wien uraufgeführte Operette "Der Opernball" von Richard Heuberger? Besonders die Verfilmungen mit Publikumslieblingen wie Paul Hörbiger, Josef Meinrad, Johannes Heesters sowie Hans Moser und Theo Lingen sind im deutschsprachigen Raum zu beliebten Klassikern geworden. Umso mehr erstaunt es, dass es auf Tonträger kaum Gesamtaufnahmen des Opernballs gibt. Das "Hamburger Archiv für Gesangeskunst" vertreibt eine der wenigen erhältlichen Einspielungen, eine ORF-Produktion aus dem Jahr 1964. Hier verkörpern Toni Niessner und Fred Liewehr die flatterhaften Ehemänner Paul Aubier und Georges Duménil. Jetty Topitz-Feiler (Angèle Aubier) und Waltraute Demmer (Marguérite Duménil) stellen als wehrhafte Gattinnen dere Treue auf die Probe. Hilfe erhalten sie von ihrem Stubenmädchen Hortense (Emmy Loose), die aber mit Henri, dem Neffen des Hausherrn (Heinrich Friedl) ihr eigenes Liebessüppchen kocht. Max Schönherr und das Große Wiener Rundfunkorchester versuchen zu ergründen, welche der Damen sich am Opernball hinter welchem rosa Domino versteckt und wer von wem ins Chambree separée gelockt wird... 

Am 28. Oktober jährt sich der Todestag von Richard Heuberger zum 100. Mal - mit seinem Opernball hat er sich in die Operetten-Unsterblichkeit hineinkomponiert.

  • Sonntag, 26. Oktober 2014, 13.13 Uhr.


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